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35 Millionen Blumen ausgeliefert Kälte betrifft auch Emsflower in Emsbüren

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Emsbüren. In vielen Gärten und Vorgärten sowie in öffentlichen Anlagen wird es angesichts der anhaltenden winterlichen Temperaturen in diesem Jahr wohl keine oder nur wenige Frühlingsblumen geben. Dieses trifft viele Gärtnereien besonders hart, bleiben sie doch auf einen Großteil der Primeln und Stiefmütterchen sitzen.

Entspannt sieht die Unternehmensleitung der Emsbürener Großgärtnerei Emsflower die Situation. „Natürlich treffen auch uns die Folgen der extremen Witterung“, so Juniorchef Tom Kuipers in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Weil aber jede Blume bereits verkauft sei, bevor sie gesät oder gepflanzt werde, halte sich der Schaden in Grenzen.

Rund 90 Prozent der Frühlingsblumen seien schon vor längerer Zeit an Kunden in ganz Europa ausgeliefert worden, so Kuipers. Es gehe somit um einen Restbestand von zehn Prozent: „Hier stehen derzeit noch etwa acht Millionen Blumen, insbesondere Stiefmütterchen und Primeln.“ Die meisten Blumen seien aber verkauft, und man hoffe, dass noch ein größeres Kontingent von den Kunden geordert werde.

Derweil beschäftigt sich das Emsflower-Team mit der nächsten Blumengeneration, den Sommerblumen. Über 20 verschiedene Sorten wie beispielsweise Geranien, Eisbegonien, Tagetes, Fleißige Lieschen, Erdbeeren und andere mehr werden in diesen Tagen ausgeliefert. Allein am Ostersamstag und am Ostermontag sind bei Emsflower über 500 Sattelauflieger beladen worden. Auf jedes Fahrzeug werden nach Darstellung von Tom Kuipers rund 70000 Blumen verladen, das ergibt in der Summe rund 35 Millionen Blumen an zwei Tagen. Zielorte sind Kunden in Frankreich, Schweden, Dänemark und der Schweiz sowie in Süddeutschland.

In der nächsten Woche beginnt dann der Versand der Sommerblumen an Kunden in Deutschland, Ungarn, Tschechien, Polen, Belgien, die Niederlande sowie Italien und Österreich.

„Unser System verlangt ein Höchstmaß an logistischer Kompetenz“, weist Tom Kuipers auf die vielen Rädchen hin, die ineinandergreifen müssen, bevor der Sattelschlepper das Firmengelände in Emsbüren verlassen kann. An den Auslieferungsaktionen sind Speditionen aus ganz Europa beteiligt.

Nach Blumen folgt Gemüse. Wenn das im vorigen Jahr in Betrieb genommene Kombigewächshaus komplett von Sommerblumen freigeräumt ist, werden schon am Donnerstag dieser Woche bei „Emsland-Gemüse“ auf 6,7 Hektar Tomaten gepflanzt. Ansonsten werden nach den Sommerblumen beispielsweise Chrysanthemen, Topfrosen und Lavendel gezogen.

Emsflower gilt mit 400 bis 500 Millionen Pflanzen als größter Topfpflanzenproduzent in Europa. Das Ranking wird mit Stand vom 1. Januar 2012 mit 570000 m2 angegeben ( www.gabot.de ). Einschließlich des Neubaus von 2012, eines weiteren im Bau befindlichen Gewächshauses sowie eines zugekauften Betriebes in Erica/NL liegt Emsflower bei 785000 Quadratmeter Hochglasfläche. Der nächstgrößere Betrieb kommt aus den Niederlanden (250000 m2). Es folgen weitere Gärtnereien aus den Niederlanden, England, Belgien und Dänemark. Deutsche Firmen gibt es nicht unter den Top Ten.


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