Willkommenes Angebot Café Vergissmeinnicht seit fünf Jahre für Senioren in Emsbüren da

Das ehrenamtliche Team mit (von links) Hanna Temmen, Agnes Pöling, Margret Feldmann, Magdalena Quaing und Antonia Heuwers betreuen und versorgen die Besucher. Foto: Heinz KrüsselDas ehrenamtliche Team mit (von links) Hanna Temmen, Agnes Pöling, Margret Feldmann, Magdalena Quaing und Antonia Heuwers betreuen und versorgen die Besucher. Foto: Heinz Krüssel

Emsbüren. Das „Café Vergissmeinnicht“ ist 2014 in Emsbüren gegründet worden und passt gut in das niederschwellige Angebot für Senioren mit und ohne Demenz. Jetzt, im Jahr 2019, ist die Einrichtung wichtiger Bestandteil der Seniorenarbeit in der Gemeinde.

Seinerzeit sei das Café Vergissmeinnicht auf Initiative des Demenz-Servicezentrums des Landkreises Emsland und des Hauses Ludgeri in Emsbüren ins Leben gerufen worden, blickte Initiator Alexander Herbermann auf die Entwicklung zurück. Johanna Sievering, Leiterin des Gesundheitsamtes, habe das vom Bundesfamilienministerium geförderte Modellprojekt angeregt. „Nach kurzer Bedenkzeit gemeinsam mit dem damaligen Pfarrer Thomas Burke haben wir uns dann entschlossen, das Angebot zu realisieren.“ Gestartet wurde in einem Raum im St.-Anna-Kloster. Doch dort wurde es dank des großen Zuspruchs schnell zu eng, so dass man in das St.-Andreas-Haus ausweichen musste.  

Das Angebot umfasst jeden Dienstag eine gemütliche Kaffeerunde in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie ein gemeinsames Frühstück donnerstags von 9.30 bis 11.30 Uhr. Während die Frühstücksrunde immer sehr gut von den Senioren besucht sei, richte sich die Kaffeerunde am Dienstag vor allen Dingen an Demenzkranke und ihre Angehörigen. Hier würden sich die Verantwortlichen über mehr Besucher freuen: „Da ist noch Luft nach oben frei“, so Herbermann.

Als Kooperationspartner unterstützen die Tagespflege Haus Ludgeri, die Gemeinde Emsbüren, die katholische und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, das Elisabethhaus, der Caritas-Pflegedienst, die Kolpingfamilie Emsbüren sowie das Demenz-Servicezentrum des Landkreises Emsland die Einrichtung.

Zu der kleinen Feierstunde im Haus Ludgeri konnte Herbermann zahlreiche Stammgäste willkommen heißen, die kaum ein Treffen verpassen würden. Zu diesen gehören Hedwig und Manfred Hobitz, die am gleichen Tag ihren 61. Hochzeitstag feiern konnten.

"Große Bedeutung"

Das Café Vergissmeinnicht sei ein sehr willkommenes Angebot für ältere und kranke Menschen in und um Emsbüren, betonte Bürgermeister Bernhard Overberg. Gerade wenn eine Demenzerkrankung in die Familie komme, sei eine kompetente Anlaufstelle für die Betroffenen und ihre Angehörigen von großer Bedeutung. Der Bürgermeister fügte hinzu: „Etwas Tolleres hätte man vor fünf Jahren in Emsbüren nicht auf die Beine stellen können.

Seitens des Demenz-Servicezentrums des Landkreises nahm Mitarbeiterin Rita Wallmann an der Feierstunde teil. Sie machte deutlich, dass etwa zwei Drittel aller Menschen mit Demenz in ambulanten Verhältnissen betreut würden. Den Gründern des Café Vergissmeinnicht sei es seinerzeit wichtig gewesen, dass die Versorgung im gewohnten sozialen Umfeld den Besuchern Geborgenheit gebe.

Ein besonderes Dankeschön galt den ehrenamtlichen geschulten Helferinnen Margret Feldmann, Antonia Heuwers, Agnes Pöling, Magdalene Quaing und Hanna Temmen sowie Dorothe Egbers. Sie würden durch ihr Engagement das Vertrauen in die Arbeit des Café Vergissmeinnicht stärken. Erinnert wurde in dem Zusammenhang an Lydia Korte und Angelika Meiners, die das Café maßgeblich mit aufgebaut hätten, aber leider viel zu früh verstorben seien. 


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