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Schon mit 13 das Arbeiten gelernt Im Portrait: Friedhelm Wolski-Prenger (SPD)

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Emsbüren. Mit 13 Jahren hat SPD-Landratskandidat Friedhelm Wolski-Prenger (59) das Arbeiten gelernt, indem er in Brilon im Sauerland eine Schlosserlehre absolvierte. Schon mit 16 Jahren war er Geselle und mehrere Jahre als Schlosser tätig, um dann über den zweiten Bildungsweg eine akademische Laufbahn als Lehrer einzuschlagen und zu promovieren. Wer ist dieser Mann, der seit 1996 mit seiner Familie in Emsbüren wohnt und sich anschickt, Landrat im Landkreis Emsland zu werden?

Um es vorwegzunehmen: Wolski-Prenger passt in keine Schublade. Sozialdemokrat und Verfechter der katholischen Soziallehre, Familienmensch, für einige Jahre Zeitsoldat, seit 1990 Pädagoge an der katholischen Marienhaus-Schule in Meppen, gesellig und belesen – all dies vereint er in sich. Engstirnige Ideologie ist ihm fremd.

„Seit 2001 bin ich im Ortsrat Berge und seit 2006 im Gemeinderat Emsbüren vertreten. Schnell habe ich gelernt, dass das Wohl eines Ortsteiles und einer Kommune an erster Stelle stehen muss. Erst dann kommt Parteipolitik.“ Freundschaften über Parteigrenzen sind für ihn selbstverständlich. Dankbar ist er vor allem dem langjährigen SPD-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Hans-Peter Tewes, für dessen Unterstützung. In Emsbüren ist der Landratskandidat in mehreren Vereinen aktiv, u. a. als Schriftführer im Kulturkreis Kirchspiel Emsbüren. Apropos Schriftführer: Wolski-Prenger erinnert sich noch genau an den Tag, als Peter Wieczorek vom SPD-Ortsverein Emsbüren ihn 1996 besuchte, um den Neuankömmling zur Mitarbeit im Ortsverein zu bewegen. Mit Erfolg: Kurze Zeit später übernahm er den Posten des Schriftführers. Mittlerweile ist Wolski-Prenger Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Emsbüren. „Man muss wie Peter Wieczorek auf die Menschen zugehen“, sagt der Pädagoge und fügt hinzu: „Das Schlüsselwort heißt Wertschätzung.“

Wolski-Penger weiß, wie junge Menschen kämpfen müssen, um nicht dauerhaft auf dem Abstellgleis des Lebens zu bleiben: Von 1986 bis 1989 schrieb er eine 320-seitige Dissertation über Arbeitslosenprojekte in Deutschland. Seinerzeit war die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland bedrückend hoch. Vor der Doktorarbeit hatte der Sozialdemokrat in Paderborn Sozialwissenschaften und Deutsch für das Lehramt studiert.

Ehefrau Angela Prenger fällt es nicht schwer, die Landratskandidatur ihres Mannes zu unterstützen, weil sie dessen politisches Engagement „gewohnt“ ist. Auch die Töchter Sarah (25) und Esther (23) engagieren sich für eine bessere Gesellschaft: Sarah Prenger als Bundesvorsitzende der Christlichen Arbeiterjugend und ihre Schwester als Schriftführerin der Organisation „Ärzte für Afrika“.

Zur Person:

Friedhelm Wolski-Prenger wurde 1952 als vier- tes Kind einer Arbeiterfamilie in Hattingen in Nordrhein-Westfalen geboren. 1976 trat er der SPD bei. Später hat für einen Bundestagsabgeordneten und eine Europaabgeordnete gearbeitet. Er tritt für die Ziele der SPD ein, weil diese Partei nach seinen Worten für soziale Gerechtigkeit steht. Aufgrund seiner eigenen Biografie setzt er sich vehement dafür ein, dass das Bildungssystem die Begabungen aller Kinder optimal fördert – unabhängig von deren Herkunft. Für Wolski-Prenger hat die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Emsland Priorität.

Hier geht es zur Homepage von Friedhelm Wolski-Prenger


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