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175 Jahre St.Hubertus Ahlde feiert Jubiläumsschützenfest

Von Hermann Bojer | 07.07.2014, 11:48 Uhr

Viele Gastvereine und Musikkapellen haben am Wochenende das Jubelschützenfest 175 Jahre des St.-Hubertus-Schützenvereins Ahlde gemeinsam gefeiert. Präsident Thomas Schütte hat die mehr als 1000 Teilnehmer auf dem Antrittplatz begrüßt.

„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“, sagte der stellvertretende Landrat Heinz Rolfes, der den verhinderten Schirmherrn Reinhard Winter vertrat, in seiner Begrüßungsrede. Die Mitglieder des Schützenvereins St. Hubertus seien traditionsbewusst und immer aufgeschlossen und modern geblieben, so Rolfes weiter. Sie hätten die oben erwähnte Flamme über Generationen weitergegeben. Dieses sei ganz wichtig für den Fortbestand und die Zukunftsfähigkeit des Schützenvereins, denn ohne Nachwuchsgewinnung gehe nichts. Vereine seien in seinen Augen der Kitt, der eine dörfliche Gemeinschaft zusammenhalte.

Ortsbürgermeister Martin Otten zeigte sich begeistert über den Zusammenhalt der Bürger, um so ein tolles Fest zu gestalten, alle würden mit anpacken, wo es nötig sei. Nun gelte es, das Alte zu bewahren, das Jetzt zu leben und dem Neuen ins Auge zu sehen; dann seien sie auch für die Zukunft des Vereins gerüstet.

Samtgemeindebürgermeister Bernhard Overberg schloss sich den Grußworten an. Dechant Thomas Burke überbrachte Grüße von Pastor Droste und wünschte ein gutes Gelingen. Ehrenvorsitzender Willi Lohaus dankte allen für die wochenlangen Vorbereitungen zum Jubelfest.

Kurzer Regenschauer

Bei heißen Temperaturen standen sie, in Gruppen angetreten, in ihren Schützenuniformen mit Standarte und Thron und Gefolge. Doch dann öffnete Petrus kurz die Schleusen, und es kam ein kühler Regenguss herunter, was für so manch einen eine Wohltat gewesen sein mag. Doch nach wenigen Minuten war alles wieder vorbei.

An dem großen Umzug vom Antrittsplatz zum Festplatz an der alten Ahlder Schule nahmen insgesamt 21 Schützenvereine, fünf Musikkapellen eine Drumband und elf Kutschen teil. Dafür musste die Kreisstraße kurzfristig gesperrt werden, um ein Queren gefahrlos möglich zu machen. Hier ging es durch weitere Torbogen, aus Tannengrün hergestellt, anschließend durch das mit Fähnchen geschmückte Dorf unter Jubelrufen der Bewohner und Gäste in Richtung Festplatz. Toll sah alles aus, als die Fußgruppen in ihren Uniformen aufmarschierten, fast alle Schützenkönige hatte ihren Federhut auf und die Königskette angelegt, so manch einer hatte an dieser schwer zu tragen.

Heinz Rolfes, Bernard Overberg und Thomas Burke ließen es sich nicht nehmen, am Eingang zum Festplatz dem Geschehen beizuwohnen.