Fahrt der neuen Regionalgruppe Emsländer besichtigen bezaubernden Park in Losser

Von pm und PM

Einen der schönsten Parks in den Niederlanden, das Arboretum Poort Bulten in Losser, hat die Regionalgruppe Emsland der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft besichtigt. Foto: Regionalgruppe EmslandEinen der schönsten Parks in den Niederlanden, das Arboretum Poort Bulten in Losser, hat die Regionalgruppe Emsland der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft besichtigt. Foto: Regionalgruppe Emsland

Emsbüren. Die neu gegründete Regionalgruppe Emsland der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) hat für Mitglieder und Interessierte einen Besuch in einer der schönsten Parkanlagen in den Niederlanden, das Arboretum Poort Bulten in Losser organisiert.

Losser ist laut Pressemitteilung der Regionalgruppe die Partnergemeinde von Emsbüren und so wurden die Kontakte zum ehemaligen Gemeindedirektor, Ben van Lochem, genutzt, um diesen Nachmittag zu gestalten. Mehr als 30 Personen, Mitglieder der DDG und Interessierte, machten sich von Emsbüren aus zu dem nur 30 km entfernten Baumpark auf den Weg, um bei herrlichem „Spaziertwetter“ den 19 Hektar großen Park mit seinen über 2.500 Baum- und Straucharten zu erlaufen.

Die Geschichte des Parks wurde durch die Erzählungen von Ben van Lochem lebendig. 1910 hat der Textilfabrikant Geldermann aus Gildehaus in Oldenzaal große Webereien betrieben. So konnte er in Losser dass Gelände für ein Arboretum kaufen. In dieser Zeit war es in Mode gekommen, unbekannte und auch exotische Bäume und Sträucher im 19. Jahrhundert aus vielen Ländern zu importieren, in Baumschulen zu vermehren und im englischen Landschaftsstil der damaligen Zeit zu präsentieren.

Seltene Sorten von Buchen und Eichen

Geldermann fing seine Anpflanzungen mit einem „Pinetum“ an, einer Sammlung von Nadelgehölzen. Dazu zählt auch der imposante Mammutbaum aus Kalifornien, über den Volker Meng, Göttingen, Leiter des Forstbotanischen Gartens der Universität Göttingen und Beiratsmitglied der DDG, viel berichtete. In verschiedenen Abteilungen des Parks waren Gehölzgruppen wie zum Beispiel ein „Populetum“ mit erstaunlich vielen Pappelsorten zu sehen. Sandige Heideflächen wechselten sich ab mit Gruppen von verschiedenen Sorten Kastanienbäumen, Rhododendren und Azaleengruppen, die ihre zauberhaften Blüten zeigten. Nach den Nadelgehölzen wurden u. a. viele seltene Sorten von Buchen und Eichen bewundert, die in ihrem frischen Grün glänzten.

Diese kleine Exkursion mit den vielen Informationen zur Geschichte und zu Bäumen und Sträuchern dieses Parks stieß auf reges Interesse. So bedankte sich die Sprecherin der Gruppe, Ulla Feldmann aus Emsbüren, nicht nur bei den Referenten, sondern kündigte auch weitere Veranstaltungen dieser Art an. Ihr Fazit war, dass das Wissen über Bäume und die Zusammenhänge in der Natur in der heutigen Zeit sehr wichtig geworden sind. Interessierte können sich melden unter: ulla.feldmann@freenet.de


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