Blasorchestermusik hautnah Konzertprojekt des Luftwaffenmusikkorps Münster in Emsbüren

Großer Auftritt des Luftwaffenmusikkorps Münster der deutschen Bundeswehr gemeinsam mit dem Blasorchester der Liudger Realschule Emsbüren, wechselweise dirigiert vom Orchesterchef  Roman Rechkling und (im Bild) dem Musiklehrer Manfred Hachmer. Foto: Peter LöningGroßer Auftritt des Luftwaffenmusikkorps Münster der deutschen Bundeswehr gemeinsam mit dem Blasorchester der Liudger Realschule Emsbüren, wechselweise dirigiert vom Orchesterchef Roman Rechkling und (im Bild) dem Musiklehrer Manfred Hachmer. Foto: Peter Löning

Emsbüren. Das war sicherlich kein ganz normales Schulkonzert, das das Luftwaffenmusikkorps Münster der deutschen Bundeswehr in der Pausenhalle der Liudger-Realschule Emsbüren gegeben hat.

Angerückt war das Musikkorps mit zwei Bussen und einem Lkw  - eine beeindruckende Aktion. Und anlässlich ihres Auftrittes in Liudger Realschule  haben die Musiker nicht nur ihr Können gezeigt, sondern das schuleigene Blasorchester in ihre Mitte genommen und so gemeinsam musiziert.


Wenn die Schüler der Emsbürener Liudger Realschule gemeinsam mit den Bundeswehrsoldaten des Luftwaffenmusikkorps Münster musizieren, kann das schon ganz schön laut werden. Foto: Peter Löning


Eines von nur zwei Konzerten dieser Art pro Jahr sicherte sich Musiklehrer Manfred Hachmer für Emsbüren.  Vorher gab es für die Emsbürener noch Proben in den einzelnen Instrumentengruppen mit den Berufsmusikern der Bundeswehr. Begegnungen, die von den Schülern als überaus hilfreich empfunden wurden.


"Das war spannend, mal etwas ganz Neues und eine riesige Herausforderung". Leonie Klümper, Isabel Koopmann und Katharina Echelmeyer sind begeistert von dem Projekt und der Zusammenarbeit. Foto: Peter Löning


Das Schülerorchester hat sich lange, auch mit einem intensiven Probenwochenende, auf diesen Tag vorbereitet. Nun befanden sich die Schüler plötzlich mitten im Orchester der Bundeswehr, was sicherlich eine große Herausforderung, aber  auch ein Erlebnis war, das lange in Erinnerung bleiben wird.


Das ist cool, denn es macht großen Spaß in solch einer großen Gruppe zu spielen". Klaas Pieper genießt sichtlich den Auftritt gemeinsam mit den Soldaten aus Münster. Foto: Peter Löning



„Wir versuchen die Schüler zu integrieren und spielen mit ihnen auf Augenhöhe“ sagte eine Soldatin. „Die Kinder sollen das Orchestergefühl einmal hautnah erleben. Wir wollen ihnen auch zeigen, wohin die Reise gehen kann, wenn sie weiter fleißig üben“ fügt Orchesterchef Roman Reckling hinzu.


Soldaten und Schüler musizieren gemeinsam beim Besuch des Luftwaffenmusikkorps Münster der deutschen Bundeswehr in Emsbüren. Foto: Peter Löning


Aufgebaut in der Mitte der Pausenhalle, konnte das  vergrößerte Orchester, bestehend aus Soldaten und Schülern nun aus allen Etagen und von allen Schülern  bewundert werden. Etwas ‚Campus‘-Atmosphäre für dieses ungewöhnliche Konzert. Und es kam sehr gut an, was dort gespielt wurde, auch wenn wohl die wenigsten Schüler diese Art Musik auf ihren Kopfhörern haben werden.

Zunächst erklangen hier die ‚üblichn Verdächtigen‘ mit „Smoke on the Water“ und dem Titelthema aus dem „Fluch der Karibik“. Sehr gefordert waren die Schüler im Vorfeld durch „The Thorp and the Stone“, ein sehr vielgesichtiges und bildreiches Stück, quasi Filmmusik „Die Bilder dazu habt ihr allerdings nur in euren Köpfen“, erläutert Reckling in seiner sehr ansprechenden Moderation.


Souveräner Dirigent und ansprechender Moderator - der Orchesterchef, Roman Reckling. Foto: Peter Löning


Für die weiteren Stücke, von dem Bundeswehrorchester allein gespielt, durften die jungen Musiker sitzen bleiben. Und man sah in ihren Augen große Begeisterung, als beim „Star Wars“ Thema die Schule zu beben beginnen wollte; denn so ein Blasorchester kann auch sehr laut sein. Dazu gab es ein paar Variationen („das ist, wie wenn ihr in Instagram Filter über eure Fotos legt“).

Ravels „Bolero“ und eine XXL-Version aus den Karibischen Piraten folgten und als Zugabe rundete ein großes Medley über Hits von Adele das Programm eindrucksvoll ab.

Dieser kurze aber sicherlich nachhaltige Besuch aus Münster lässt sich  als vollen Erfolg werten für alle Beteiligten.


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