Malerei und Keramik Ausdrucksstarke Arbeiten von Claudia Gemen in Emsbüren

Von Margrit Lehmkuhl-Wiese

Keine Ausstellungseröffnung in Emsbüren ohne „Pastor sin Koah. Es freuen sich über den Zuwachs die Kulturvereinsvorsitzende Edith Uhlenberg, Künstlerin Dr. Claudia Gemen, ihr musikalischer Begleiter David Gemen und Bürgermeister Bernhard Overberg. Foto: Margrit Lehmkuhl-WieseKeine Ausstellungseröffnung in Emsbüren ohne „Pastor sin Koah. Es freuen sich über den Zuwachs die Kulturvereinsvorsitzende Edith Uhlenberg, Künstlerin Dr. Claudia Gemen, ihr musikalischer Begleiter David Gemen und Bürgermeister Bernhard Overberg. Foto: Margrit Lehmkuhl-Wiese

Emsbüren. Dass Kunst und Musik eine kreative Mischung eingehen können, wurde deutlich bei der Ausstellung von Claudia Gemen im Embürener Rathaus, die am vergangenen Wochenende eröffnet wurde.

Kunst aus dem Bauch heraus, so könnte man die Ausstellungseröffnung der Ärztin Dr. Claudia Gemen aus Freren im Foyer des Emsbürener Rathauses empfinden und so spiegelte es sich auch in den Worten des Bürgermeisters Bernhard Overberg zur Begrüßung: „ Sie ist auch eine von uns, denn sie hat hier in Emsbüren gelebt, bevor sie sich in Freren niedergelassen hat. Ein schönes Beispiel für den Zusammenhalt des südlichen Emslandes.“ Das Besondere: Die kreative Ärztin sei nicht nur als Töpferin und Malerin anwesend, sondern stehe auch als Musikerin gemeinsam mit Sohn David auf der Bühne.

Lange Tradition

Edith Uhlenberg als Vorsitzende des Kulturkreises Kirchspiel Emsbüren wies darauf hin, dass die musikalische Begleitung einer Ausstellungseröffnung durch einen Aussteller selbst erst zum zweiten Mal in der Geschichte des Kulturkreises statt fände. Aber Ausstellungen im Emsbürener Rathaus seien eine lange gepflegte Tradition, um das Spektrum künstlerischer Betätigungen in der Region öffentlich zu zeigen.

Claudia Gemen stellte anschließend ihre vielfältige künstlerische Betätigung vor und nahm die in den warmen Tagen der letzten Wochen ringsum zu beobachtenden ersten Gartenarbeiten als Beispiel für kreatives Tun: „Gartenarbeit ist auch schöpferisches Tun und ich denke dabei an ein urtümliches archaisches Bedürfnis nach Ausdruck und Erkenntnis, das in jedem von uns schlummert. Habe ich etwas Ton als eine Art Erde in der Hand denke ich daran, welche Form sich wohl entwickeln ließe.“ In der Keramik läge die Faszination eher im Festhalten und Ausgestalten der gefundenen Form, in der Malerei eher im Prozess und Bewegung der Form. Dann lud sie die Anwesenden zur Betrachtung ihrer Arbeiten aus Keramik und rahmenlosen Leinwänden in unterschiedlichen Formaten und vorwiegend Acrylfarben ein.

Farbintensive Arbeiten

Wie zu erwarten, zeigt sie meistens farbintensive Arbeiten mit schwungvollem Duktus und abstrakten Formen, auf abbildhafte Formen verzichtend, eher Farbflächen und Strukturen in den Mittelpunkt stellend. Licht und vielfältige Strukturen  zeigen, dass Gemen die Freiheit der Form nutzt, um Gefühle und Gedanken, Träume und Wünsche in einer Zeit des Moments zum Ausdruck zu bringen. So sehen die Gäste das Bild „Hamburg“ im beruhigenden Grün und Blau mit perspektivischen Höhen und Tiefen und plastische Strukturen durch den pastösen Farbauftrag, aber auch zur Frage herausfordernd „Wieso Hamburg?“

Die Arbeiten laden noch bis zum 24. März zu den Öffnungszeiten des Rathauses ein, sich auf eine Reise der Gefühle zu begeben. Ob man sich durch warme Farben geborgen fühlt oder in eine Wasserwelt aus Blau, Türkis und Grün abtaucht, Gemens Bilder eröffnen Interpretationsspielräume.


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