Gutachten erforderlich Missbrauch in Emsbüren wird vor Landgericht verhandelt

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Der Missbrauch eines Jungen aus Emsbüren durch seine Mutter wird vor dem Landgericht Osnabrück juristisch aufgearbeitet werden.  Symbolfoto: Michael GründelDer Missbrauch eines Jungen aus Emsbüren durch seine Mutter wird vor dem Landgericht Osnabrück juristisch aufgearbeitet werden. Symbolfoto: Michael Gründel

Emsbüren/Osnabrück. Die juristische Aufarbeitung des jahrelangen Missbrauchs eines Jungen in Emsbüren durch seine Mutter wird vor dem Landgericht Osnabrück erfolgen. Beginnen wird der Prozess im kommenden Jahr.

Ein Termin stehe noch nicht fest, da zuvor noch verschiedene Gutachten eingeholt werden müssen, sagte die Sprecherin des Landgerichts Osnabrück, Katrin Höcherl, auf Anfrage der Redaktion. Die Staatsanwaltschaft hatte den Missbrauch, der bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte,  zunächst vor dem Amtsgericht Lingen angeklagt.  Die dortigen Juristen hatten den Fall aufgrund des zu erwartenden Strafmaßes an das Landgericht Osnabrück weitergeleitet.

Der nach Medienberichten heute 18-Jährige soll zwischen 2015 und 2017 im Haus der Familie in Emsbüren geschlagen, gedemütigt und eingesperrt worden sein. Demnach musste er sich nach der Schule ausziehen und in Müllsäcke hüllen und durfte nicht am Familienleben teilnehmen. Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft der 37 Jahre alten Mutter unter anderem Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung vor. Der Stiefvater ist mit angeklagt, weil er nicht eingeschritten sein soll.  

Die Ermittlungen hatte ein Video von den Misshandlungen ins Rollen gebracht, das die jüngere Schwester heimlich gedreht hatte. Beide wurden nach Bekanntwerden der Vorwürfe Anfang 2017 sofort in Obhut des Jugendamtes genommen. (Mit dpa)


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