Unterstützung für "Lazarus-Oase" Schmiedekunst aus Emsbüren für Gebetshaus in Medjugorje

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Im Haus des Gebetes und der Begegnung“ in Medjugorje hat die Vitrine aus Emsbüren ihren Platz gefunden. Foto: RosenIm Haus des Gebetes und der Begegnung“ in Medjugorje hat die Vitrine aus Emsbüren ihren Platz gefunden. Foto: Rosen

Emsbüren. Rund 30000 Euro hat der Ende 2016 neu gegründete Verein „Lazarus-Oase“ zur Errichtung eines Hauses für obdachlose Jugendliche – auch aus Deutschland – in dem Marienwallfahrtsort Medjugorje im Südwesten von Bosnien und Herzegowina gesammelt. Darauf wies Franz Rosen, früherer Leiter der Niedersachsen-Aktion der SOS-Kinderdörfer und seine Frau Margret in einem Gespräch mit der Redaktion hin.

Aktueller Anlass des Gesprächs war die Fertigstellung und kürzlich erfolgte Einweihung des „Hauses des Gebetes und der Begegnung“ in Medjugorje. In dem Gebäude, das auch für Tagungen dient, befindet sich eine über zwei Meter hohe, kunstvoll angefertigte Vitrine mit Reliquien. An deren Herstellung waren viele fleißige Hände der Mitglieder des Schmiedeteams des Heimatvereins Emsbüren unter der Leitung von Hermann Stein beteiligt. Mitbegründer des Teams ist der Emsbürener Unternehmer Hermann Paus, der dort auch als Pensionär weiterhin aktiv ist und viele schmiedeeiserne Projekte in Emsbüren und darüber hinaus initiiert hat.  

„Wir sind dem Schmiedeteam sehr dankbar für diese Arbeit“, sagte Rosen. Paus hatte sich um den Transport der Vitrine nach Medjugorje gekümmert. Ein Spediteur von dort hatte die vor Ort bei Paus in Emsbüren gut verpackte Vitrine abgeholt. Das Ehepaar Rosen freute sich bei der Einweihung des Gebetshauses darüber, dass diese dort einen würdigen Platz gefunden hat. Das Innere dort, das von einem großen Bild der Mutter Gottes dominiert wird, wirkt für hiesige Betrachter auf den ersten Blick kitschig. Aber darin kommt auch den Worten von Margret Rosen zufolge die besondere Atmosphäre des Marienwallfahrtsortes und die tiefe Religiosität der Menschen zum Ausdruck.

Neben dem Haus der Begegnung liegt das Grundstück, das der Verein „Lazarus-Oase“ erwerben möchte, um darauf das Haus für obdachlose Jugendliche zu errichten. Initiator ist der Rekener Frank Möller, dessen Leben in jungen Jahren von vielen Tiefpunkten geprägt war. Heute schöpft er den Worten von Rosen zufolge Kraft aus einer starken Glaubenserfahrung.

Im November wird sich der Verein Lazarus-Oase zu seiner nächsten Versammlung treffen. 21 Mitglieder zählt er inzwischen. Sie kommen aus dem benachbarten NRW und aus dem südlichen Emsland. Franz Rosen hofft, dass der Verein weiter wächst und auch die finanzielle Unterstützung für das Bauprojekt. Die Nummer des Spendenkontos und weitere Informationen über die „Lazarus-Oase“ gibt es auf der Seite www.lazarusoase.de.


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