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Von „Pastor un siene Koh“ Domkapitular: Ich bin tief beeindruckt

Fachsimpelei auf höchster Ebene: Hermann Paus (von links) begrüßte die Geistlichkeit mit Domkapitular Alfons Strodt, Pastor Johannes Underbrink, „Pfarrer“ Albert Deitering (Marco Pöling) und Dechant Thomas Burke. Foto: Heinz KrüsselFachsimpelei auf höchster Ebene: Hermann Paus (von links) begrüßte die Geistlichkeit mit Domkapitular Alfons Strodt, Pastor Johannes Underbrink, „Pfarrer“ Albert Deitering (Marco Pöling) und Dechant Thomas Burke. Foto: Heinz Krüssel

kr Emsbüren. „Ich bin ganz schwer beeindruckt“, gestand Domkapitular Alfons Strodt am Sonntag in der Pause des Schauspiels von „Pastor un siene Koh“ ein.

Angetan hatte es dem Geistlichen, der eigens aus Osnabrück angereist war, in erster Linie die Handlung, aber auch die schauspielerischen Leistungen überzeugten einen der engsten Mitarbeiter von Bischof Franz-Josef Bode.

Begrüßt wurde Domkapitular Strodt von Hermann Paus, der das Spektakel auf dem Heimathof initiiert hatte. Paus wies darauf hin, dass man im Rahmen der Recherchen im Archiv der Diözese in Osnabrück fündig geworden sei. „Und so sind wir zu 100 Prozent sicher, dass sich die Geschichte 1846 zu Zeiten von Pfarrer Albert Deitering in Emsbüren zugetragen hat.“

„Ich habe das Lied von Pastor un siene Koh schon vieltausendfach gesungen und auf meinem Trecksack begleitet. Ich habe aber noch nie über den sozialkritischen Hintergrund nachgedacht“, so der gebürtige Osterbrocker. „Heute sehe ich die Geschichte um Pastor Deitering mit ganz anderen Augen.

Beeindruckt war Strodt zudem von der gekonnten Inszenierung. „Das ganze Areal des Heimathofes wird in die Handlung mit einbezogen – ganz toll!“ Bei den Laienschauspielern habe er das Gefühl, dass Profis auf der Freilichtbühne ständen. „Bei Herm Dirk (Franz Lühle) erinnere ich mich sehr stark an Henry Vaal vom Hamburger Ohnsorg-Theater.“

Auch Pastor Johannes Underbrink lobte die Aufführung. Besonders erinnere er sich an Erzählungen, nach denen in seiner Heimatgemeinde Mitte des 19. Jahrhunderts viele Einwohner nach Amerika ausgewandert seien, weil sie kein Ein- und Auskommen gefunden hätten. Und Domkapitular Strodt ergänzte: „Auch mein Opa ist nach Holland gegangen, um dort zu mähen und Torf zu stechen.“

Alle Aufführungen des Theaterstücks, auch die am Freitag (13. August), 19.30 Uhr; Samstag (14. August), 16 Uhr, sowie am Sonntag (15. August), 19.30 Uhr, sind ausverkauft. Deshalb haben sich die Verantwortlichen entschlossen, am Sonntag (5. September) um 16 und um 19.30 Uhr zwei zusätzliche Aufführungen anzubieten.

Karten für „Pastor un siene Koh“ gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Fröhlich, „Tina’s Travel & Paper“ und beim VVV Emsbüren sowie an der Theaterkasse.


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