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Auch mehrere Schnittwunden Pony mit Strick in Emsbüren auf Weide erdrosselt

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In Emsbüren ist ein Pony auf einer Weide getötet worden. Symbolfoto: dpaIn Emsbüren ist ein Pony auf einer Weide getötet worden. Symbolfoto: dpa

Emsbüren. In Emsbüren ist ein Pony auf einer Weide getötet worden. Das Tier wurde mit einem Strick erdrosselt, außerdem erlitt es mehrere Schnittwunden.

Wie die Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim mitteilt, haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag ein Tinker-Pony auf einer Pferdeweide am Ziegeleidamm im Ortsteil Berge getötet. Die Stute befand sich in der Nacht gemeinsam mit mehreren anderen Ponys auf der Weide. Die Täter banden das Tier an einem Weidepfosten fest und erdrosselten es mit einem Strick. Zusätzlich fügten sie dem Pony mehrere Schnittwunden zu, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Die Besitzer fanden das Tier am Donnerstagmorgen. Ein Foto des verendeten Tieres wurde in den Sozialen Netzwerken – wie Facebook – bereits Dutzende Male geteilt. Nach Informationen dieser Redaktion, gehörte das Tier einem Mitglied der Fahrsportgemeinschaft Emsbüren.

Tinker ist eine spezielle Pferderasse, die Merkmale von Pony, Warmblutpferd und Kaltblutpferd aufweist. Aufgrund ihres kräftigen Körperbaus sind Tinker gute Arbeitstiere.

So sieht die Rasse Tinker aus. Foto: dpa


Ursprünglich als Zug- und Arbeitstier gedacht, zeichnen sich Tinker durch ihren ausgeglichenen Charakter sowie durch große Intelligenz und Neugier aus. Der liebevolle Charakter wurde dem Tier in Emsbüren womöglich jetzt zum Verhängnis.

Nicht der erste Fall, dass ein Pferd im Emsland mutwillig verletzt wurde: Zwar nicht getötet, dafür jedoch schwer verletzt, wurde ein Pferd in Lingen 2016. Im Ortsteil Clusorth-Bramhar wurden einem Wallach auf einer Wiese am Hohlweg mehrere Schnitte zugefügt. Einer der Schnitte im Halsbereich war damals so tief, dass sogar Muskelgewebe in Mitleidenschaft gezogen wurde, erzählte Heinrich vor dem Brocke, Besitzer der dortigen Pferdepension, dieser Redaktion. (Weiterlesen: Schnittwunden: Unbekannte attackieren Pferd in Lingen)

Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wurde damals zur Anzeige gebracht. Auch in dem aktuellen Fall in Emsbüren wurde die Polizei eingeschaltet und hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor, wenn ein Tier mutwillig getötet oder gequält wird. In der Realität kommt es nach wie vor eher selten vor, dass ein Tierquäler wirklich hinter Gitter kommt.

 Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer (05977)929210 bei der Polizei Spelle zu melden. 


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