Inbetriebnahme für 2023 geplant Neubau der Kanalschleuse in Gleesen beginnt am 14. Januar

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Emsbüren. Mit der Herstellung der Baugrube für die neue Dortmund-Ems-Kanal-Schleuse Gleesen durch die Firma Bunte soll voraussichtlich am 14. Januar 2019 begonnen werden. Jetzt hat das Wasserstraßen-Neubauamt Datteln (WNA) gemeinsam mit Vertretern der Firma Bunte die Baumaßnahmen in Gleesen bei einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus vorgestellt.

„Ein wichtiger Meilenstein ist am 20. Juli 2018 mit der Vergabe des Auftrages für die Gleesener Schleuse an die Firma Bunte erreicht worden“, begründete WNA-Projektleiterin Birgit Maßmann die Einladung zur Bürgerversammlung: „Es ist unser erklärtes Ziel, bei jedem wichtigen neuen Abschnitt die Öffentlichkeit zu informieren.“

Beeinträchtigungen der Bevölkerung gering halten

Maßmann warb um Verständnis für Beeinträchtigungen der Bevölkerung in Form von Baulärm und Erschütterungen sowie verstärktem Fahrzeugverkehr durch Baufahrzeuge. Es sei beabsichtigt, die Nachteile so gering wie möglich zu halten. Zu den Maßnahmen gehöre unter anderem eine lärm- und erschütterungsarme Herstellung der Baugrubenumschließung sowie der Einsatz von Lärmschutzwänden für Spundwandarbeiten. Diese seien auf folgende Zeitfenster begrenzt: von Montag bis Donnerstag von 7 Uhr bis 18 Uhr sowie am Freitag von 7 bis 15 Uhr. „Es ist für uns selbstverständlich, dass die betroffenen Bürger vor Beginn von lärm- und erschütterungsintensiven Arbeiten rechtzeitig informiert werden“, betonte die Projektleiterin.

Zustandsfeststellungen mit Besichtigungen und Dokumentation

Eine wichtige Rolle kommt dem Team „Beweissicherung“ zu. Rita Gaszczak erläuterte Maßnahmen wie Zustandsfeststellungen mit Besichtigungen und Dokumentation sowie Messungen von Grundwasserständen und -qualitäten. Bislang habe es keinerlei Auffälligkeiten gegeben, betonte sie.

Mitarbeiter stehen bei Fragen zur Verfügung

Arbeitsgruppenleiter Reinhard Post sowie die am Projekt beteiligten Fachingenieure erläuterten Details der Baumaßnahmen. Die Mitarbeiter seien künftig auf der Baustelle präsent und stünden bei Fragen oder Problemen gerne zur Verfügung. In einem Rückblick wurden die bisherigen vorbereiteten Arbeiten dargestellt. Dazu gehörten unter anderem auch die Straßenertüchtigungen im Emsbürener Ortsteil Gleesen auf einer Länge von rund drei Kilometern.

Neue Schleusenbrücke mit Radweg

Das Projektteam der Firma Bunte stellte Projektleiter Björn Kranz vor und ging auf die nächsten Schritte ein. Derzeit seien die Ingenieure und Techniker mit der technischen Vorbereitung beschäftigt. Mit der Verfüllung der zwei Sparbecken der alten großen Schleuse werde am 3. September begonnen. Zu den wesentlichen Leistungen im rund 99 Millionen Euro umfassenden Auftrag gehöre neben der Herstellung der Baugrube, dem Bau des Schleusenbauwerkes, des Sparbeckens auch der Bau einer neuen Schleusenbrücke. Die neue Querung der Schleusenanlage beinhaltet einen Radweg, der sich im weiteren Verlauf an den Radweg über die Aa in Richtung Lingen anschließt.

Fertigstellung im November 2024

Die Inbetriebnahme der neuen Schleuse sei für den 23. Januar 2023 terminiert. Anschließend erfolge der Teilabbruch der alten großen Schleuse. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahmen sei für den 25. November 2024 geplant. In der Spitze werden etwa 100 bis 120 Mitarbeiter auf der Baustelle tätig sein, erläuterte Björn Kranz eine entsprechende Frage aus dem Publikum. Diese Information veranlasste eine Zuhörerin zu der Geschäftsidee: „Dann mach ich dort eine Pommesbude auf.“ Abschließend teilte Birgit Maßmann mit, dass Ende Oktober/Anfang November ein offizieller Baubeginn im Rahmen eines symbolischen ersten Spatenstichs erfolgen werde.


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