Dorfentwicklungsprogramm Emsbüren will sich fit für die Zukunft machen

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Tatkräftig wollen die Verantwortlichen der Gemeinde Emsbüren, der Ortsteile und des Amtes für regionale Entwicklungsplanung Weser-Ems die Dorfentwicklung in der Gemeinde Emsbüren vorantreiben. Foto: Sven LampeTatkräftig wollen die Verantwortlichen der Gemeinde Emsbüren, der Ortsteile und des Amtes für regionale Entwicklungsplanung Weser-Ems die Dorfentwicklung in der Gemeinde Emsbüren vorantreiben. Foto: Sven Lampe

Emsbüren. Die Gemeinde Emsbüren ist jetzt in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Mit den in Aussicht stehenden Fördermitteln wollen sich die als „Dorfregion Emstaldörfer“ auftretenden Emsbürener Ortsteile Elbergen, Gleesen, Leschede, Listrup und Mehringen fit für die Zukunft machen.

Unter dem Motto „Dörfer im Emstal — Lebensfreude a(i)m Fluss. Menschen gewinnen. Veränderungen gestalten. Gemeinschaft leben.“ wollen die fünf Ortsteile in einem gemeinsam zu entwickelnden und stetig anzupassenden Veränderungsprozess ihre Zukunft gestalten. Ein Schwerpunkt soll den Verantwortlichen in Emsbüren zufolge auf der Innenentwicklung liegen. Denn der Strukturwandel in der Landwirtschaft und die demografischen Veränderungen wirken sich insbesondere auf die kleinen Orte aus. Oft mit schwerwiegenden Folgen wie leeren Häusern, fehlenden Einkaufsmöglichkeiten und einem Mangel an Begegnungsstätten.

Förderprogramm PFEIL

Unterstützt wird die Gemeinde bei der Umsetzung von der Meppener Geschäftsstelle des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Dezernatsleiter Norbert Wencker und Dezernatsteilleiterin Sylvia Backers stellten jetzt der Emsbürener Verwaltungsspitze und den fünf Ortsbürgermeistern die Rahmenbedingungen rund um die Fördermöglichkeiten des Programms „PFEIL“ und anderer Finanztöpfe vor.

Diverse Ansätze

Gefördert werden demnach unter anderem Maßnahmen an ortsbildprägender alter Bausubstanz, Verbesserungen der Infrastruktur, Freizeitangebote sowie die Schaffung von Basisdienstleitungen wie Dorfläden und medizinische Versorgung sowie Einrichtungen für Jugendliche und Senioren. Profitieren von den auf mehrere Jahre angelegten Fördergeldern können laut Backers sowohl die Kommunen als solche als auch private Interessenten.

Bürgerversammlung

In einem ersten Schritt wird nun gemeinsam mit einem Planungsbüro der Dorfentwicklungsplan erarbeitet. Welches Büro dies sein wird, soll auf dem Wege einer Ausschreibung entschieden werden. Den Auftakt der eigentlichen Arbeit soll zum Jahresende eine Bürgerversammlung bilden, aus der ein Arbeitskreis hervorgehen soll. Dieser wird sich den Vorstellungen nach einmal im Monat treffen, um den Dorfentwicklungsplan zu entwickeln.

„Junge Frauen und Jugendliche mit ins Boot holen“

Sylvia Backers plädiert dafür, bei der Zusammensetzung des Arbeitskreises nicht nur auf die etablierten Vereine, Institutionen oder bekannten Engagierten zu setzen. Vielmehr sollten vermehrt junge Frauen, Jugendliche oder Neubürger jeglicher Herkunft für eine Mitarbeit gewonnen werden, um neue Impulse zu setzen. Diese gewünschten Teilnehmer mit ins Boot zu holen, sei vielleicht nicht ganz einfach, so Backers. Es liege aber an der Gemeinde und am moderierenden Planungsbüro, auch diese Zielgruppen auf geeigneten Wegen anzusprechen.

„Kraftakt“

Bürgermeister Bernhard Overberg und die Ortsbürgermeister zeigten sich optimistisch, dass es in der Gemeinde genügend Ansätze und Ideen gebe, um den Prozess erfolgreich zu gestalten. Overberg sprach zugleich von einem Kraftakt, der die Gemeinde die nächsten Jahre beschäftigen werde.


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