Helfer in der zweiten Reihe Küchenteams bekochen auf Emsbürener Zeltlagern 400 hungrige Mäuler

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Bildunterschrift: Gegen jeden Hunger gewappnet sind die beiden erfahrenen und ehrenamtlichen Küchenteams, die während der beiden Emsbürener Zeltlager mehr als 400 Kinder und Jugendliche satt und zufrieden machen. Auf das jüngere Zeltlager freuen sich in diesem Sommer Sabine Piosczyk, Waltraud Förster, Elisabeth Meemann, Maria Fühner und Magda Jünnemann (v. l.). Es fehlt Michael Hofschröer. Foto: PrivatBildunterschrift: Gegen jeden Hunger gewappnet sind die beiden erfahrenen und ehrenamtlichen Küchenteams, die während der beiden Emsbürener Zeltlager mehr als 400 Kinder und Jugendliche satt und zufrieden machen. Auf das jüngere Zeltlager freuen sich in diesem Sommer Sabine Piosczyk, Waltraud Förster, Elisabeth Meemann, Maria Fühner und Magda Jünnemann (v. l.). Es fehlt Michael Hofschröer. Foto: Privat

Emsbüren. Sie rühren wirklich in allen Töpfen und das im sprichwörtlich allerbesten Sinne: Die beiden ehrenamtlichen Küchenteams der zwei Emsbürener Zeltlager bekochen einmal im Jahr die hungrigen Mäuler von insgesamt rund 400 Kindern und Jugendlichen.

Wenn Brötchen geschmiert, Kartoffeln geschält oder Schnitzel geklopft und paniert werden, rechnen die Küchenteams nicht in Tellern und Töpfen, sondern in Wannen und Eimern, sagt Maria Fühner, die seit 25 Jahren mit von der Koch-Partie ist. Mit ihren „Mitstreitern“ Waltraud Förster, Magda Jünnemann, Elisabeth Meemann, Sabine Piosczyk und Michael Hofschröer gehört sie einem der beiden Küchenteams an.

„Schmeckt das Essen, scheint wenigstens in den Herzen die Sonne.“

Ihr Alter liegt zwischen Mitte 40 und Ende 60. Je ein Team begleitet entweder das jüngere oder das ältere Zeltlager, um dort für jeweils rund 200 Mitreisende Frühstück, Mittagessen und Abendbrot zuzubereiten. Denn neben gutem Wetter und netten Teamern ist das Essen der entscheidende Faktor für gute Stimmung im Zeltlager. Eben frei nach dem Motto „Schmeckt das Essen, scheint wenigstens in den Herzen die Sonne.“ Viele der freiwilligen Köchinnen und Köche nehmen eigens Urlaub, um acht Tage lang minutiös durchgetaktet mit Schälmessern, Kochlöffeln, Suppenkellen und anderen Küchenutensilien im Küchenzelt und unter freiem Himmel Unmengen an Lebensmitteln zu verarbeiten.

Sauce Bolognese und Möhreneintopf mit Wurst

Die Menge an Proviant wird von den beiden Küchenteams vorher generalstabsmäßig geplant und vom Großhandel bestellt. „Wir haben nach so vielen Jahren natürlich auch Erfahrungswerte und wir setzen auf bewährte Klassiker“, listet Maria Fühner die servierten Gerichte auf und macht damit Appetit auf mehr: So können sich die Kids unter anderem auf Nudeln mit Sauce Bolognese, Möhreneintopf mit Wurst, Schnitzel mit Kartoffeln, Erbsen, Möhren und Jägersauce, Kassler und Bratwurst mit Kartoffelpüree.

„So war das nicht abgemacht!“

Am ersten Tag, wenn die „Zeltlageristen“ nach einer oft sehr langen Radtour im Lager ankommen, verwöhnt sie das Küchenteam mit Hot Dogs. Aufschnitt, Fleisch und Backwaren werden jeden Tag frisch von örtlichen Lieferanten gebracht, aber Maria Fehren weiß aus leidvoller Erfahrung – nicht jeder Zeltplatz ist gleich schön und bei manchen mangelt es an der Zuwegung. Das kann durchaus ein Problem sein: Wenn die Lebensmittel am frühen Morgen den Weg nur schwer zum Lager finden, dann geht es dem Küchenteam nicht anders. Das schläft nämlich üblicherweise nicht im Zeltlager, sondern darf nach getaner Arbeit die Ruhe und den bescheidenen Luxus einer Privatunterkunft oder Ferienwohnung genießen. „Einmal sind wir als zweites Küchenteam in die Ferienwohnung angereist, unsere Vorgänger hatten die Betten bereits abgezogen, aber neue Bettwäsche war nirgendwo zu sehen“, erinnert sich Maria Fühner an einen darauffolgenden Ausspruch der Vermieterin, der zum geflügelten Spruch des Teams wurde: „So war das nicht abgemacht!“

50-Liter-Töpfen mit Wasser

Abgemacht ist hingegen das Tagewerk, das nach einem Frühstück des Küchenteams um sieben Uhr beginnt. „Als erstes werden die Gaskocher unter den 50-Liter-Töpfen mit Wasser angestellt. Bis das Wasser kocht, kann es schon mal länger dauern, vor allem wenn es windig ist und die Flammen der Gaskocher immer wieder ausgehen“, sagt Maria Fühner. Je nach Qualität des Lagerplatzes werde das Wasser zum Kochen und Spülen oft genug von der Feuerwehr angeliefert. Spülen und die Essensausgabe selbst obliegen aber nicht dem Aufgabenbereich des Küchenteams, das müssen die Lagerleiter mit den Kindern und Jugendlichen selbst erledigen.

In diesem Sommer wird das Küchen-Team von Maria Fühner das jüngere Zeltlager in der zweiten Woche begleiten, es geht nach Merzen bei Osnabrück.


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