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25.07.2018, 17:52 Uhr

Das Prinzip Hoffnung

Kommentar von Thomas Pertz

Kümmerlich sehen diese Maispflanzen aus. Foto: dpaKümmerlich sehen diese Maispflanzen aus. Foto: dpa

Emsbüren. Während Landwirte in diesen Hitzewochen um ihre Existenzen bangen, lösen andere Bürger durch Leichtfertigkeit Gefahren aus - ein Kommentar über die Folgen und Begleiterscheinungen der hohen Temperaturen.

In breiten Teilen der Öffentlichkeit steht der Berufsstand der Landwirte schon seit Langem mit dem Rücken zur Wand. Nun scheint sich auch noch das Klima gegen sie gewendet zu haben.

Die Bauern in der Region blicken mit Sorgen täglich zum Himmel, wo sie, statt die ersehnten Regenwolken zu entdecken, viel zu lange schon in die Sonne blinzeln. Ganze Existenzen sind plötzlich bedroht, ein Szenario, mit dem noch vor ein paar Wochen niemand gerechnet hätte. Milchviehhalter Heinz Krieger und seinen Kollegen bleibt in diesen Tagen deshalb nur das Prinzip Hoffnung. Durch eigenes Tun können sie wenig an der schwierigen Situation ändern.

Dies kann aber jeder Bürger durch sein Verhalten, wenn er sich in der ausgetrockneten Natur bewegt. Dass die Feuerwehr zu Bränden ausrücken muss, die möglicherweise durch weggeworfene Zigarettenkippen verursacht worden sind, ist an Dümmlichkeit und Ignoranz seitens des Verursachers nicht zu überbieten.

Solche Einsätze kosten nicht nur Geld und Zeit. Sie können auch große Schäden verursachen und im schlimmsten Fall sogar Menschenleben gefährden. Schade, dass es zu selten gelingt, jemanden auf frischer Tat bei seinem unverantwortlichen Handeln zu ertappen. Ein „schattiges Plätzchen“ im Gerichtssaal würde man ihm wünschen.


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