Eine bunte Vielfalt gedeiht „Das Dorf bewegt sich“ im Heilkräutergarten in Emsbüren

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Emsbüren. Eine bunte Vielfalt an Pflanzen wächst und gedeiht im Heilkräutergarten am Heimathof Emsbüren und bunte Vielfalt zeichnete auch die Frauen aus Afghanistan, Afrika, Syrien und Deutschland aus, die im Rahmen des Integrationsprojekts „Das Dorf bewegt sich“ das Naturparadies gemeinsam mit Gästeführerin Hildegard Siemer entdeckten.

Das von den Emsbürener Integrationslotsen individuell entwickelte und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit rund 9000 Euro geförderte Projektprogramm „Das Dorf bewegt sich“ richtet sich mit vielen verschiedenen Modulen an eine lebendige Gemeinschaft einheimischer und zugezogener Frauen und Mädchen. Das Projekt in Emsbüren ist somit Teil des bundesweit ausgerufenen Programms „500 LandInitiativen“, mit dem das BMEL gezielt das Ehrenamt in ländlichen Regionen unterstützt.

Denn gerade auf dem Land bieten sich gute Bedingungen für die Integration von Flüchtlingen. Solidarität in einer Dorfgemeinschaft kann Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, Mut für einen Neuanfang und gesellschaftlichen Halt geben. Angesichts des demografischen Wandels bietet die Eingliederung neuer Nachbarn auch Chancen für das Land.

Ein Besuch des Emsbürener Heilkräutergartens ist wie eine kleine Auszeit vom Alltag und verwöhnt die Sinne: Farbenfrohe, leuchtende Farben fürs Auge, betörende Düfte für die Nase, das Brummen von Bienen und das Zwitschern von Vögeln für die Ohren und nicht zuletzt die Aromen der Kräuter für den Gaumen und die Gesundheit. Ihr großes Wissen über die Kraft der hier heimischen Kräuter teilte die selbsternannte „Lehrerin vom Garten“ Hildegard Siemer gerne mit den aufmerksam lauschenden und interessiert nachfragenden Frauen verschiedenster Kulturen.

Die erfuhren beispielsweise, welche Pflanzen giftig sind, dass Kamille bei Erkältung und Fenchel bei Magenbeschwerden hilft, dass Basilikum, Oregano und Rosmarin äußerst wohlschmeckend sind und in jede gute Küche gehören, dass der Duft von Lavendel und Zitronenverbene bezaubert oder dass die Blüte der Passionsblume das Leiden Christi versinnbildlichen soll. Auch die Kinder genossen es sichtlich, durch den liebevoll angelegten Heilkräutergarten zu stromern, den Flug der Schmetterlinge zu beobachten, einen leuchtend grünen Minzekäfer zu bestaunen oder von den roten Johannisbeeren zu naschen. Genascht vom im Steinofen frisch gebackenen Butterkuchen und angeregt geplaudert wurde auch an der gemeinsamen Kaffeetafel auf der Diele des Heimathofes.

Die Integrationslotsinnen Beata Scymanik-Feldmann und Christine Lühle-van Dam begleiten das Projekt „Das Dorf bewegt sich“ seit seinem Start im November 2017. Sie freuten sich über viel gelebte Toleranz und fallende Barrieren und zeigten sich überzeugt: „Die gesellschaftliche Integration von Frauen und Müttern aus Zuwanderungsfamilien hat einen positiven Effekt auf die Integration der gesamten Familie.“


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