Viel Spaß in der Ausbildung 54 Nachwuchsmessdiener im Kirchspiel Emsbüren

Von Martina Brand

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<em>Auch die Gabenbereitung</em> wird mit den neuen Messdienern ausgiebig geübt – hier in der Emsbürener Andreaskirche.Foto: Markus BrinkerAuch die Gabenbereitung wird mit den neuen Messdienern ausgiebig geübt – hier in der Emsbürener Andreaskirche.Foto: Markus Brinker

Emsbüren. In diesem Jahr werden 38 Mädchen und Jungen in der Andreasgemeinde Emsbüren, sieben in der Mariengemeinde Listrup und neun in der Antoniusgemeinde Engden auf den Dienst am Altar vorbereitet.

„Nein, so steht es nicht in der Regie“, erklärt Daniel Bünker (19), der zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund Nils Fehren nun schon im vierten Jahr Mädchen und Jungen der Klasse Vier zu Messdienern ausbildet. „Was kommt denn jetzt?“, hakt Nils Fehren nach. Nach kurzem Überlegen hebt der neunjährige Benedikt den Finger: „Das Vater unser?“ „Richtig!“, sagen die beiden Ausbilder und ein heiteres Raunen schallt durch die Andreaskirche in Emsbüren.

„Die Ausbildung der Mädchen und Jungen ist ein wichtiger Grundstein für die gesamte kirchliche Jugendarbeit“, erklärt der Kaplan Markus Brinker, „Ich selbst habe die Messdienerarbeit gemocht und viel Freude am Dienst gehabt, obwohl es ab und zu auch mal langweilig und nervig war.“

Pater Jojin und Kaplan Brinker nehmen sich wöchentlich eine Stunde Zeit für die insgesamt fünf Messdienergruppen . „Die Kinder freuen sich immer auf die Messdienerstunde“, erklärt Daniel Bünker. Das bestätigt auch Anna, die zum Erstaunen der Ausbilder später als ausgebildete Messdienerin auch sehr früh aufstehen würde: „Ich würde sogar um 6 Uhr aufstehen.“

Natürlich haben die Kinder auch ein wenig Respekt vor der Aufgabe. „Wir versuchen, den Kindern die Angst zu nehmen“, sagt Nils Fehren und lächelt die Kinder an. „Auch wir machen immer noch Fehler – nach fast acht Jahren Ministrantendienst“, sagt Daniel Bünker. Und die Kinder sind beruhigt und lächeln erleichtert. Es kommt nicht auf das „Perfektsein“ an, sagt Kaplan Brinker, vielmehr darum, zu erleben, wie Kirche ist und wie fröhlich sie sein kann.

Auch mal eine Kanutour

Was zudem gut ist, dass die Mädchen und Jungen Priester einmal ganz anders erleben und „zusammen mit ihnen Messe feiern dürfen“, sagt Erik. Während der Ausbildung soll es dabei nicht strikt nach Schema F gehen. Da darf nach einem anstrengenden Schultag auch mal gechillt oder der Kirchturm bestiegen werden. „Oder es gibt ein Eis oder eine Pizza“, freut sich Ada.

Die Ausbildung beginnt nach dem Weißen Sonntag und endet im September. „Die erste Stunde nach der großen Sommerpause ist die Schwierigste“, geben Nils und Daniel zu bedenken, „denn das mühsam Erlernte ist dann oft vergessen.“ Die Ausbilder werden dabei zu Beginn der Messdienerausbildung selber vom Kaplan „geschult“.

Die gute Laune darf schließlich auch bei den Ausbildern nicht verloren gehen, „Neben Beruf und Schule ist es nicht selbstverständlich, Mädchen und Jungen auf den Ministrantendienst vorzubereiten. Oft treffen die Jugendlichen auch auf Unverständnis bei ihren gleichaltrigen Freunden. Dennoch sind sie mit viel Freude und Enthusiasmus bei der Sache und freuen sich, wenn der Kaplan sie dann zu einem Essen und einem Getränk einlädt“, erklärt Brinker.

Alle Ausbilder sind selbst noch aktive Messdiener in Elbergen, Listrup, Engden und Emsbüren. „Es ist schön, wenn wir dem Gottesdienst eine besondere Feierlichkeit geben. Vor allem wenn Weihrauch gebraucht wird“, schmunzelt Daniel. Die Messdienerarbeit im Kirchspiel Emsbüren wird von den Gemeinden mitgetragen – so unterstützen die Pfarrgemeinderäte diesen Dienst und honorieren dies einmal durch eine gemeinsame Tagesfahrt, eine Kanutour auf der Ems oder einem Messdienerlager. Alle „Neuen“ freuen sich besonders auf die feierlichen Aufnahmefeiern im September: In besonderen Gottesdiensten werden die neuen Messdiener durch das Umhängen einer Plakette in die Schar der knapp 250 Ministranten im Kirchspiel aufgenommen.

„Dann gehören wir endlich dazu“ ist einhellig die Meinung. Nach dem Gottesdienst sind die „Neuen“ mit ihren Familien zu einem Grillen oder einem Frühstück eingeladen. Dann geht es richtig los, dann sind sie „Diener for one“ – gleichzeitig das Motto des großen Messdienertages am kommenden Samstag in Emsbüren.


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