Am 25. März um 14.30 Uhr Holocaust-Überlebende Erna de Vries in Emsbüren

Holocaust-Überlebende Erna de Vries. Foto: Maike PlaggenborgHolocaust-Überlebende Erna de Vries. Foto: Maike Plaggenborg

Emsbüren. Die Holocaust-Überlebende Erna de Vries kommt nach Emsbüren. Auf Einladung der Kolpingsfamilie Emsbüren und des Kolpingwerkes Gebietsverband Emsland/Grafschaft Bentheim wird sie am Sonntag, 25. März, um 14.30 Uhr in der St. Andreas Kirche in Emsbüren aus ihrem Leben und dem erlittenen Unrecht in der Zeit des Nationalsozialismus berichten.

1923 in Kaiserslautern geboren als Tochter eines christlichen Vaters und einer jüdischen Mutter, wurde Erna Korn im jüdischen Glauben erzogen. Das verhinderte in der nationalsozialistischen Zeit, dass sie ihren Wunsch, Ärztin zu werden, erfüllen konnte. Im Juli 1943 sollte ihre Mutter deportiert werden. Erna Korn ging mit ihr freiwillig zunächst ins Gestapo-Gefängnis und dann ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.Sie bestand darauf, ihre Mutter zu begleiten, die darüber nicht glücklich war. Selbst nur knapp der Hinrichtung entgangen, versprach sie ihrer Mutter an dem Tag, als diese am 8. November 1943 ermordet wurde, dass sie künftig von den Gräueltaten der Nazis berichten werde. Sie wurde ins KZ Ravensbrück verlegt und kurz vor Kriegsende von alliierten Soldaten befreit.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lernte sie in Köln Josef de Vries kennen, den sie 1947 heiratete.

Mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern zog sie in seinen Heimatort Lathen im Emsland, wo sie noch heute wohnt. Im Alter erfüllt sie den Wunsch ihrer Mutter und berichtet seitdem in Schulen und öffentlichen Einrichtungen.