Rassegeflügel – es lebe die Vielfalt Landesverbandsschau Weser-Ems im November in Emsbüren

Von Anne Bremenkamp

Es lebe die Vielfalt des Rassegeflügels: Vorsitzende, Geehrte und Festgäste der Hauptversammlung des Landesverbands der Rassegeflügelzüchter Weser-Ems e.V. in Emsbüren freuen sich schon jetzt auf die vom 2. bis 4. November 2018 stattfindende Landesverbandsschau bei Emsflower. Foto: Anne BremenkampEs lebe die Vielfalt des Rassegeflügels: Vorsitzende, Geehrte und Festgäste der Hauptversammlung des Landesverbands der Rassegeflügelzüchter Weser-Ems e.V. in Emsbüren freuen sich schon jetzt auf die vom 2. bis 4. November 2018 stattfindende Landesverbandsschau bei Emsflower. Foto: Anne Bremenkamp

Emsbüren Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und so war die Hauptversammlung vom Landesverband der Rassegeflügelzüchter Weser-Ems e.V. in Emsbüren nur Auftakt für die vom 2. bis 4.  November 2018 erstmals im Emsland stattfindende 75. Landesverbandsschau bei Emsflower.

Während Mitgereiste sich bereits in der Großgärtnerei von dem einzigartigen Ambiente der baldigen Ausstellungsstätte von rund 4.000 gefiederten Tieren überzeugten, kamen im Landgasthof Evering mehr als 350 Rassegeflügelzüchter des 1892 gegründeten Landesverbands zusammen, der insgesamt fast 5000 Mitglieder hat. Sie alle eint neben einem generationsübergreifenden Hobby auch ein gemeinsames Ziel: Aktiver Tierschutz und der Erhalt der vielen, teils sehr alten einheimischen Geflügel- und Taubenrassen sowie des Zier- und Wildgeflügels mit der Zucht nach festgelegten Standards.

„Weckruf des Hahns“

„Der morgendliche Weckruf eines Hahns ist der perfekte Start in den Tag“, übermittelte Landesverbandsvorsitzender Lars Steenken die Grüße des FDP-Bundestagsabgeordneten Jens Beeck, bevor er auf die unschätzbare Bedeutung der in privaten Züchterhänden gesicherten Genreserven des Rassegeflügels verwies.

„Auflagen lockern“

Er nahm die Politik in die Pflicht, auch in Zeiten der Geflügelpest existenzbedrohende Auflagen für Erhaltungszucht zu lockern und er nahm die Ehrungen für besondere Verdienste vor. Die höchste  Auszeichnung „Meister des Landesverbands“ erhielten neben Heinke Steenken aus Berne auch die beiden Lingener Werner Hinken und Laurenz Krieger. Welche enorme Vielfalt an mit Sorgfalt und Fachkenntnis gezüchtetem Federvieh auf der mit einem bunten Rahmenprogramm verbundenen 75. Landesverbandsschau im November in Emsbüren zu erwarten ist, darüber informierten der emsländisch-grafschaftlicher Kreisverbandsvorsitzende Dietrich Kröner und Norbert Schulte, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Emsbüren-Salzbergen. „Emsbüren freut sich darauf!“, unterstrich seitens der Gemeinde Ratsmitglied Georg Dirks und auch der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Fühner äußerte große Wertschätzung angesichts eines so aktiven Verbandes, der sich mit vorbildlichem Engagement und rühriger Jugendarbeit auszeichne. Im nicht nur flächenmäßig großen Emsland leben zwar „nur“ rund 320000 Menschen, dafür aber rund 33 Millionen Stück Geflügel. Mit den vorrangigen Zuchtzielen Fleischzuwachs, Brustfleischanteil und Futterverwertung  sei die genetische Vielfalt innerhalb der unternehmerischen Landwirtschaft zunehmend verarmt, betonte seitens des Landkreises der Fachbereichsleiter für Veterinärwesen und Verbraucherschutz Karl-Hermann Beck. Er bedauerte, dass der früher so selbstverständliche krähende „Mistkratzer“ nahezu von den Höfen verschwunden sei. Vor diesem Hintergrund umso bedeutsamer sei die Arbeit der im Landesverband Weser-Ems engagierten Rassegeflügelzüchter, die genetischeVielfalt und wertvolles Kulturgut sorgsam bewahren.