Lebendige Auftaktveranstaltung Bürger entwickeln Ideen für Marketingkonzept in Emsbüren

Von Elisabeth Hubner

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Bürgermeister Bernhard Overberg im Gespräch mit Emsbürener Bürgern. Während der Auftaktveranstaltung zur Entwicklung eines Marketingkonzeptes für Emsbüren wurden viele Ideen entwickelt und diskutiert. Foto: Elisabeth HubnerBürgermeister Bernhard Overberg im Gespräch mit Emsbürener Bürgern. Während der Auftaktveranstaltung zur Entwicklung eines Marketingkonzeptes für Emsbüren wurden viele Ideen entwickelt und diskutiert. Foto: Elisabeth Hubner

ehu Lingen. Etwa 80 Bürger, Vereins- und Unternehmensvertreter sind im Emsbürener Rathaus zusammen gekommen, um Ideen für die zukunftssichere Entwicklung des Ortes zu sammeln. Dabei sind bereits konkrete Vorschläge gemacht worden.

Es sollte eine lebendige Auftaktveranstaltung werden: Unter dem Motto „Emsbüren miteinander voran!“ luden die Emsbürener Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Bernhard Overberg am Donnerstag, 22. Februar 2018, ins Rathaus ein, um Emsbüren gemeinsam mit Bürgern, Vereins- und Unternehmensvertretern weiterzuentwickeln. Konkret ging es um die Frage, wie die Gemeinde bezüglich der Themen „Wohnen und Leben“, „Kultur und Freizeit“ sowie „Wirtschaft und Arbeit“ aufgestellt ist. Aus den Ergebnissen soll ein Marketingkonzept entstehen, das den Ort in den genannten Bereichen zukunftssicher aufstellt und Verbesserungspotenzial ausschöpft.

Workshops in Kleingruppen

Sicher ein wenig überraschend für manche Besucher war, dass die etwa zweistündige Veranstaltung nicht etwa darauf ausgelegt war, einem Vortrag lauschen und anschließend vereinzelt Aspekte anzudiskutieren. Torsten Eilinghoff, der mit seiner Marketingagentur beratend bei der Konzeptentwicklung mitwirkt, machte deutlich: „Wir möchten das umsetzen, was wir gemeinsam erarbeiten.“ So ging es nach einem kurzen Abriss über die finanzielle Förderung des Projektes durch den europäischen Landwirtschaftsfonds und der Vorstellung einer Analyse aus dem Jahr 2015 für alle 80 Teilnehmer direkt in Workshops zur aktiven Mitarbeit. Hier war jeder Einzelne gefragt: Die drei Themenblöcke sollten von sechs Kleingruppen mit Ideen gefüllt werden. „Was sind wichtige Aspekte in dem jeweiligen Bereich? Was kann die Gemeinde tun? Was können die Bürger tun?“ - das waren Fragen, denen sich die Emsbürener an dem Abend stellten.

Konkrete Projektvorschläge

Das Konzept der Beteiligung funktionierte: Besonders gut kamen bei den Veranstaltern konkrete Vorschläge an. Im Bereich „Wohnen und Leben“ wurde beispielsweise nicht nur ein Freizeitsee gewünscht, sondern bereits dessen Finanzierung durch externe Sponsoren, gewonnen über Anzeigenschaltung in Fachzeitschriften, angeregt. Ein Wunsch der Teilnehmer war darüber hinaus, lokale Veranstaltungen besser zu kommunizieren. Eine App könnte dabei nach Meinung einer Arbeitsgruppe Abhilfe schaffen. Der lokale Einzelhandel mahnte vor der Konkurrenz im Internet, hier war die Idee, zum Beispiel den Handel ebenfalls mithilfe einer App zu unterstützen. Die zahlreichen Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit hin zu prüfen, ist jetzt Aufgabe der Veranstalter. „Uns ist wichtig, den Rückhalt der Menschen aus Emsbüren zu haben, und so beginnt für uns nun die eigentliche Fleißarbeit“, erklärt Agenturleiter Eilinghoff.

Emsbürener fühlen sich wohl und setzen Prioritäten

Neben allen Anregungen wurde deutlich, dass sich die Emsbürener in vielerlei Hinsicht in ihrem Ort wohlfühlen. Nach Meinung der Teilnehmer sind etwa die Musiktage und das ehrenamtliche Engagement in Emsbüren positiv herauszustellen. Der Begriff „Heimat“ wurde spontan von einer Projektgruppe genannt, als es um „Wohnen und Leben“ in Emsbüren ging. Das Heimatgefühl war außerdem ein Aspekt, der neben dem Gedanken „man kennt sich“ von den Bürgern als besonders wichtig bewertet wurde. Für einen Vertreter des SV Concordia ist der „Zusammenhalt“ in der Gemeinde zentral. Dass der Aspekt „Vielfalt“ bei den Freizeitangeboten für Andreas Lohle, ehemaliger Vorsitzender des Sportvereins, Priorität hat, ist ebenso wenig verwunderlich.

Zuversicht für Veranstaltungen in den Ortsteilen und Anregungen für weiteres Vorgehen

„Die kreativen Ideen aus den Arbeitsgruppen stimmen mich zuversichtlich, dass unser Vorhaben weiter positiv verlaufen wird. Als gebürtiger Emsbürener ist es mir eine Herzensangelegenheit, das Marketingkonzept als Baustein für die Zukunftssicherheit unseres Ortes gut aufzustellen“, sagte Bürgermeister Overberg. Er werde deshalb bei allen acht Veranstaltungen, die nun folgen, dabei sein. „Ich möchte wissen, wie die Emsbürener Bevölkerung in den Ortsteilen tickt“, betonte Overberg. Um das noch besser abschätzen zu können, schlugen Vereinsvertreter an diesem Abend eine zusätzliche Umfrage vor, zum Beispiel im Internet oder im Vereinsblatt. Damit könnten ihrer Meinung nach noch mehr Bürger erreicht und an der Konzeptentwicklung beteiligt werden.


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