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20.02.2018, 17:45 Uhr GROKO-DISKUSSION

Es geht um die Existenz auch in Emsbüren

Von Sven Lampe


Die Wahlunterlagen zum SPD-Mitgliedervotum liegen auf einem Tisch. Die SPD-Mitglieder sollen darüber abstimmen, ob ihre Partei auf Bundesebene eine große Koalition eingeht. Foto: dpaDie Wahlunterlagen zum SPD-Mitgliedervotum liegen auf einem Tisch. Die SPD-Mitglieder sollen darüber abstimmen, ob ihre Partei auf Bundesebene eine große Koalition eingeht. Foto: dpa

Emsbüren. Ein Nein zur Groko und ein mögliches weiteres Abrutschen der SPD in der Wählergunst könnten fatale Auswirkungen auf die Ortsvereine auch im Emsland haben.

Noch vor ein paar Wochen haben sich die SPD-Ortsvereine im südlichen Emsland mehrheitlich gegen Groko-Verhandlungen ausgesprochen. Seitdem hat sich die Stimmung offensichtlich geändert. Führende Mitglieder der Emsbürener SPD haben jetzt zu verstehen gegeben, dass sie mittlerweile in Richtung Groko tendieren. Als Grund für diesen Sinneswandel wird die sozialdemokratische Handschrift des ausgehandelten Koalitionsvertrages genannt, die deutlich besser sei als zuvor befürchtet.

Existenzangst

In Emsbüren schwang darüber hinaus die nackte Existenzangst mit. Nicht wenige Mitglieder fürchten, dass die aktuellen Umfragewerte von 16 Prozent noch nicht das untere Ende darstellen. Es klang gar die Annäherung an die Fünf-Prozent-Marke an — sollte es kurzfristig zu Neuwahlen kommen. Die, so hieß es, könnten eine Lawine auslösen. Denn eine mögliche Wahlpleite dürfte sich auch negativ auf die Ortsvereine auswirken: Weniger Abgeordnete, weniger Geld für Basis. Es geht um die Existenz.


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