Auch Minister Hilbers zu Gast Emsbüren statt Düsseldorf: Tolle Stimmung bei der KKE

Von Heinz Krüssel


Emsbüren. „In Emsbüren ist der Karneval viel schöner als in Düsseldorf am Rhein.“ Mit dieser Feststellung in ihrer Proklamationsrede durften sich die Tollitäten der „Karnevalsgesellschaft Kespel Emsbüren“ (KKE) Herzog Andreas Wolter und Kumpan Michael Borgel der vollen Unterstützung der Narren sicher sein.

Zum Auftakt der Prunksitzung im Landgasthof Evering gab es viel Beifall der Jecken, als KKE-Vizepräsident Bernhard Theissing, der zugleich als Sitzungspräsident fungierte, Präsident Tönns Roling begrüßte. Dieser konnte nach seiner schweren Krankheit erstmals wieder an einer Sitzung der KKE teilnehmen. „Leider mussten einige Akteure heute Abend auf eine Teilnahme verzichten, weil sie von der Grippewelle erfasst wurden. Wir haben aber gerade noch den Elferrat zusammenbekommen“, machte der Vize die Lage deutlich. Der Einladung gefolgt war auch Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), ebenso wie Bürgermeister Bernhard Overberg und Pfarrer Stefan Schwegmann.

Höhepunkt der Prunksitzungen ist der Empfang der Tollitäten. Herzog Andreas und sein Kumpan Michael repräsentieren das Emsbürener Panikorchester, das in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert und vor 33 Jahren maßgeblich an der KKE-Gründung beteiligt war. Selbstverständlich hatten die Paniker ein Ständchen für die Tollitäten mitgebracht und sich dafür mit den Musikern der Talaika-Band verstärkt. Die zwei Blasorchester sorgten unter der Leitung von Clemens Vollmer für einen tollen Sound im Festsaal.

Ehrung verdienter Karnevalisten

Ein weiteres Highlight war die Ehrung verdienter Karnevalisten. Im Auftrag des „Bundes Westfälischer Karneval“ würdigte Frank Riedler das ehrenamtliche Engagement von Werner Kuper und Stefan Evering. Sie hätten sich große Verdienste um die Brauchtumspflege erworben. Riedler verlieh den beiden KKE-Jecken den BDK-Orden in Silber am Band. Mit dem Wilhelm-van Lengerich-Orden ehrten Vorsitzender Hermann Hopmann und Bernhard Theissing die Hofmarschalle Frank Middendorp und Heinz Hüls für deren unermüdlichen Einsatz für den Emsbürener Karneval.

Besonders stolz ist die KKE auf die drei eigenen Tanzgarden Kükengarde, Juniorengarde und Kespelfunken sowie Solo-Mariechen Frieda Berning, die von Ann-Kathrin Pöttering trainiert wurde. Diese wurde aus dem Amt verabschiedet, weil sie sich auf den eigenen angesagten Nachwuchs konzentrieren möchte. Erstmals tanzten die drei Garden gemeinsam. Bernhard Theissing erwähnte, dass die Mädchen gern gesehene Gäste auf Karnevalsveranstaltungen weit über Emsbüren hinaus seien.

Über gemeinsame Erlebnisse mit Kumpan Michael berichtete Wolfgang Attermeyer von der IGK Gellendorf als „Feuerwehrmann“. Zu den Erfahrungen gehört unter anderem ein „One-night-stand“ auf Malle. „Ich glaube, das gibt es in Drievorden auch, bloß dort nennt man das Schützenfest.“

Als „Ecki“ sorgte Sänger Thorsten Eckrig aus Hannover für Stimmung. Kein Auge blieb beim Auftritt von Bauchredner Andreas Minz aus Moers trocken, der seinem „Esel Heiner“ die Stimme verlieh. Ebenso musste Bürgermeister Bernhard Overberg sich mit den Äußerungen zufrieden geben, die ihm der Bauchredner in den Mund legte.

„Wir machen Stimmung“ lautete abschließend die Devise des Gesangsduos „Power Buam“ Jens und Nils Bongaerts aus Holland. Von kölschen Hits über Alpenrock bis zu eigenen Kompositionen reichte das Repertoire. Das närrische Publikum ging begeistert mit. Mehr aus Emsbüren lesen Sie in unserem Ortsportal.