Berge düst durch das große All Galaktische Stimmung auf dem 38. KFD-Karneval in Emsbüren

Von Anne Bremenkamp


Emsbüren Wir schreiben das Jahr 2200 und die Berge Surprise dringt in irre Galaxien vor, in denen nie zuvor die Frau so viel gelacht hat wie auf dem 38. KFD-Frauenkarneval im galaktisch schillernden Saal Evering. „Berge düst durch das große All, spaceig geht’s zum Karneval“.

Das crazy Motto der überirdisch schönen Bergianerinnen war allerbestes Entertainmentprogramm für Augen, Ohren und Lachmuskeln, denn in den schunkelnden Reihen der mehr als 400 schrill verkleideten Närrinnen feierten ausgelassen und völlig losgelöst von der Erde grasgrüne Mars“frauchen“ mit spitzohrigen Spockis und behelmte Astronautinnen mit metallisch funkelnden Sternenkriegerinnen.

Captain Galactica und Lucy Skywalke

Als Captain Galactica und Lucy Skywalker führte das schlagfertige Moderatorinnen-Duo Tanja Borgel und Hille Blender in fremde Welten voller Frohsinn und Narretei, auf der musikalischen Milchstraße zündete Darth Vader Clemens Vollmer zahllose Raketen in den funkelnden Sternenhimmel eines mehr als vierstündigen und außerirdisch genialen Bühnenspektakels.  

Goldener Sternenstaub

Der umjubelte Einmarsch eines intergalaktisch aufgestylten Elferrats der Bergianerinnen setzte gleich den ersten Glanzpunkt, denn die silberbeschopften Damen begeisterten mit einer perfekt inszenierten Choreografie und schwangen dabei zielsicher Tanzbeine und Laserschwerte. Dass der Ortsteil Berge nicht nur über äußerst attraktive, sondern auch sehr bewegliche und taktvolle Einwohnerinnen verfügt, bewies zudem eine schräge Show-Combo, die den kochenden Saal mit goldenem Sternenstaub flutete. Das wilde Flair des durchaus irdischen Afrika versprühte die Kükengarde des KKE, die kleinen Kids zwischen neun und gerade mal fünf Jahren boten großes Tanzkino. Was aus den Küken noch alles werden kann, zeigte eindrucksvoll das erst zehnjährige Solomariechen Frieda Berning, die wie ein charmanter Wirbelwind nur so über die Bühne fegte.

Nur eine Handvoll Männlichkeit

Nur eine Handvoll Männlichkeit hatte den Höhenflug ins weibliche Weltall gewagt, so auch Herzog Andreas II und Kumpan Michael I vom blauen Planeten des KKE, die sich den eigenen Marsch bliesen. Mit der Feststellung „Ihr edlen Frauen, wie herrlich seid ihr anzuschauen“ eroberten sie die Herzen der Jeckinnen zwar im Sturm einer Supernova, verloren sie aber auch gleich wieder, als sie die Frauengemeinschaft vehement als „KVD“ titulierten und somit wohl doch nicht ganz auf dem Richtigen Planeten waren.

Den 50. Geburtstag vom Oberkommandeur Bernd Overberg feierte der KFD-Vorstanzia. Während Pfarrer Stephan Schwegmann in der Rolle des Geburtstagskindes einen lebhaften Draht zu seiner Mutter hielt und feststellen musste, dass die Haushaltskasse leer ist, erwies sich seine Ehefrau Silvia als multitaskingfähig und versorgte die traditionell zeitungsbehüteten Mittwochsexperten mit einer Flut von Eierlikör.

Stammtisch im Beichtstuhl

In der Bütt brillierten Sexbombe Birgit Wellen und die galaktische Käthe alias Margret Hasken. Während die eine mit spitzer Zunge das Älterwerden kommentierte und feststellte, dass sich spätestens ab 50 alle möglichst gesund aufs Sterben vorbereiten wollen, suchte die andere immer noch das Spülmaschinenfest und regte dazu an, in der 2019 zu sanierenden St. Andreas Kirche zugunsten der Besucherzahlen die Orgel um ein Schlagzeug zu ergänzen, die erste Bankreihe gegen eine Theke auszutauschen und in den Beichtstühlen einen Stammtisch für Jäger, Politiker und andere Sünder einzurichten.

Wurstsalat mit Zyankali

Wieder mal zu haben und wieder mal allein präsentierten sich die lustigen Witwen, denn wer ihre holden Gatten wirklich kannte, weiß, das ist kein Grund zum traurig sein. Beim Fremdgehen ertappt, wurde kurzerhand die Bremsleitung gekappt und nach einer Affäre auf Bali gab es Wurstsalat mit Zyankali. Ausreichend Zewa zum Aufwischen der Lachtränen wurde in der tobenden Menge verteilt, die spätestens dann kochte, als Star-Wars Legende und Schlager-Prinzessin Leia alias Kristin Franke mit 99 Luftballons wieder alles im Griff hatte, atemlos das Lasso rausholte und einen Stern, der den Namen der KFD Emsbüren trägt.