Polizei kontrolliert Wagenfahrer Bawinkel und Emsbüren appellieren zu Karneval an Vernunft

Von Sven Lampe und Wilfried Roggendorf

Auf gute Stimmung auch ohne Alkohol hoffen die Verantwortlichen bei den Karnevalsumzügen in Bawinkel und Emsbüren. Foto: Wilfried RoggendorfAuf gute Stimmung auch ohne Alkohol hoffen die Verantwortlichen bei den Karnevalsumzügen in Bawinkel und Emsbüren. Foto: Wilfried Roggendorf

slx/wrog Bawinkel/Emsbüren. Am Rosenmontag sind im südlichen Emsland die Narren los. Ganz ohne Alkohol wird das nicht gehen. Doch gerade Jugendliche kennen oft nicht das rechte Maß. Wie gehen die Verantwortlichen der Umzüge in Emsbüren und Bawinkel damit um?

Natürlich bringe der Alkoholkonsum beim Karnevalsumzug in Bawinkel Probleme mit sich, so Lengerichs Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn. Dagegen versuche die Kommune vorzugehen: „Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung führen dort schon seit Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Jugendamt des Landkreises Kontrollen, hauptsächlich zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes durch“, so Lühn. Aus seiner Sicht sind diese erfolgreich: „Wir hatten in Bawinkel noch keine alkoholbedingten Exzesse oder Gewaltausbrüche.“

„Rigoros“

Rigoros sei in den vergangenen Jahren auch gegen die Treckerfahrer vor den Karnevalswagen vorgegangen worden, die Alkohol getrunken hätten. „Für die Fahrer gilt beim Karnevalsumzug aus Sicherheitsgründen 0,0 Promille“, sagt Lühn. In der Vergangenheit seien auch schon einmal Wagen aus dem Verkehr gezogen worden. „Wenn wir bemerkt haben, dass ein Fahrer etwas getrunken hatte, hieß es: Rechts ran, das war’s.“

„Bitterer Beigeschmack“

Ähnlich ist es in Emsbüren. „Am Umzug entscheiden sich immer noch erschreckend viele Jugendliche für einen übermäßigen Alkoholkonsum, der oftmals mit Personen- und Sachschäden einhergeht und dem ansonsten lustigen Rosenmontagstreiben bedauerlicherweise einen bitteren Beigeschmack beimischt“, heißt es seitens der Gemeinde.

„Absprachen treffen“

Die Gemeinde appelliert deshalb insbesondere an die jungen Leute, in Maßen und kontrolliert alkoholische Getränke zu verzehren. Die Aufforderung richte an alle Erwachsenen, vor allem an die Erziehungsberechtigten, Vorbild zu sein und selbst kontrolliert mit Alkohol umzugehen. Mit den Kindern sollten eigene Absprachen zum Alkoholkonsum getroffen werden, so die Gemeinde.

„Verstärkte Kontrollen“

Mit in die Pflicht genommen werden den Angaben zufolge auch die Veranstalter, Gastwirte und Verkaufsstellen. Auch sie müssen laut Gemeinde Emsbüren an den Karnevalstagen mit verstärkten Kontrollen und bei festgestellten Verstößen gegen die Jugendschutzbestimmungen mit empfindlichen Geldbußen rechnen. Die Einzelhandelsgeschäfte unterstützen die Jugendschutzmaßnahmen, indem sie während des Umzuges ihre Läden geschlossen halten beziehungsweise keinen Alkohol verkaufen.