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Mit Irene Heck-Hachmer am Klavier Bekannte Melodien im Wintergarten von Emsbüren

Von Von Anne Bremenkamp | 17.09.2018, 18:09 Uhr

„Das kenn ich doch!“ Highlights der klassischen Klaviermusik offerierte Pianistin Irene-Heck-Hachmer auf einem vom Kulturkreis Kirchspiel Emsbüren präsentierten Konzert im lichtdurchfluteten Wintergarten der Liudger-Realschule in

Die Moderation oblag Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtkurses (WPK) Musik der Klassen acht und neun - sie bewiesen eindrucksvoll, dass der gute Ton nicht nur von Instrumenten gemacht wird.

Mal kraftvoll, energiegeladen und temporeich, mal leise, gefühlvoll und romantisch: Spielerisch scheinbar federleicht entlockte Irene Heck-Hachmer der Klaviatur für die Ohren nicht nur gefällige, sondern auch weltbekannte Melodien. Teils schon seit Jahrhunderten berühren die von der Emsbürener Künstlerin sorgfältig ausgewählten meisterhaften Werke durch ihre außergewöhnliche Schönheit die menschlichen Gefühle. Locker und souverän versorgten die Jugendlichen des WPK Musik unter der Leitung von Manfred Hachmer das  Auditorium mit erhellenden Hintergrundinformationen und Besonderheiten zu den einzelnen Stücken.

Hoher Wiedererkennungswert

Wohl eine der Melodien mit dem höchsten Wiedererkennungswert ist das Stück „Für Elise“. Mit diesem auch als „Bagatelle in a-moll“ bekannten Werk, das Ludwig van Beethoven 1810 zu einem Zeitpunkt komponierte, als er schon nahezu taub war, setze Irene Heck-Hachmer sofort den ersten klangvollen Glanzpunkt. Aus der Feder Beethovens stammt auch die „Mondscheinsonate“, die 1801 während eines sonnigen ungarischen Sommers entstand und die der geniale Komponist einer Schülerin widmete, in die er verliebt war.

Türkischer Marsch

Es folgten auch das zutiefst ehrfürchtige und heute allen als „Ave Maria“ bekannte Werk von Franz Schubert oder „Clair de Lune“ von Claude Debussy, eine wie der Mondschein äußerst weiche und rührende Komposition, die schon in mehr als 120 Filmen Emotionen geweckt hat. Zu Lebzeiten von Wolfgang Amadeus Mozart war türkische Musik äußerst beliebt und so schuf der begnadete Künstler 1783 die „Rondo alla Turca“, besser bekannt als „Türkischer Marsch“. Wie viele andere Militärmärsche wird auch Mozarts Werk durch kraftvolle Schlaginstrumente gekennzeichnet. 

Die Träumerei

Aus Robert Schumanns Kinderszenen erwachte „Die Träumerei“ zum Leben, großen Emotionen wird darin Ausdruck verliehen. Chopins Minutenwalzer hat das muntere Spielen eines Schoßhündchens eingefangen haben und Mendelssohn Bartholdys Venezianisches Gondellied die plätschernden Wellenbewegungen in den Kanälen. Alles andere hingegen als plätschernd war der Applaus, mit dem ein beseeltes Publikum der Künstlerin und ihrem Moderatorenteam dankte.