Am Samstag gegen die Rhein Vikings Handball: HSG kann große Tabellen-Sprünge machen

Von Kim Patrick von Harling

Nicky Verjans (am Ball) und die HSG Nordhorn-Lingen empfangen Aufsteiger HC Rhein Vikings. Foto: Werner ScholzNicky Verjans (am Ball) und die HSG Nordhorn-Lingen empfangen Aufsteiger HC Rhein Vikings. Foto: Werner Scholz

Lingen. Die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga ist enorm eng. Zwischen Platz zwei und zehn liegen gerade einmal drei Punkte. Die HSG Nordhorn-Lingen auf Rang zehn kann einen ordentlichen Sprung nach oben machen. Hierzu muss gegen die HC Rhein Vikings am Samstag (19.30 Uhr) in der Emslandarena ein Sieg her.

„Wir schauen nicht jede Woche auf die Tabelle. Wenn es an diesem Spieltag gut für uns läuft, können wir wieder schnell nach oben kommen“, sagt HSG-Coach Heiner Bültmann vor der Partie gegen den Tabellenelften. Tatsächlich kann das Zwei-Städte-Team große Sprünge machen. Denn in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga duellieren sich einige Mannschaften, die selbst oben stehen. So gastiert der der Zweite VfL Lübeck-Schwartau beim Tabellenführer Bergischer HC, der bislang alle 15 Spiele für sich entschieden hat. Emsdetten (8.) empfängt Bietigheim (4.), Coburg (7.) gastiert bei den Wölfen aus Rimpar (9.). Alles Mannschaften, die sich gegenseitig die Punkte wegnehmen – die Chance für die HSG, nach oben zu klettern.

Starker Kader

15:15 Punkte verzeichnet aktuell der Aufsteiger HC Rhein Vikings, der aus einer Kooperation der Vereine Neusser HV und ART Düsseldorf resultiert. Personell hat sich der Liga-Neuling im Sommer ordentlich verstärkt. Fünf Spieler aus der 1. Liga hat der Neuling verpflichtet. „Für einen Aufsteiger steht die Mannschaft aktuell richtig gut da. Aber in Anbetracht dieser Neuzugänge ist das Ziel Klassenerhalt natürlich etwas tief gestapelt“, sagt Bültmann. „Ich gehe fest davon aus, dass sie intern andere Ziele gesetzt haben. Grundsätzlich muss man sagen, dass das bisher Erreichte wirklich nicht schlecht ist.“

Champions-League-Sieger spielt bei den Vikings

Mit Miladin Kozlina haben die Rhein Vikings sogar einen Champions-League-Sieger in ihren Reihen. Mit dem slowenischen Serienmeister RK Celje gewann er 2004 den wichtigsten Vereinstitel in Europa. „Die Vikings haben auch noch einige andere gute und erfahrene Spieler im Kader. Ihre größte Stärke ist sicherlich die Abwehr“, weiß Bültmann, dass der Aufsteiger seit vier Partien ungeschlagen ist und in diesem Zeitraum im Schnitt nur 20 Gegentreffer zugelassen hat.

Zuhause ungeschlagen

Nichts desto trotz gilt es für die HSG, ihre beeindruckende Heimserie fortzusetzen. Sie ist neben dem Bergischen HC und dem HBW Balingen-Weilstetten die einzige Mannschaft, die zuhause noch ungeschlagen ist. Stolz zeigt sich Bültmann mit Blick auf die Zuschauertabelle. In dieser liegt das Zwei-Städte-Team mit insgesamt 17.029 Zuschauern in sieben Heimspielen auf Platz eins. „Die Unterstützung brauchen wir auch“, betont Bültmann. Verzichten muss der Coach auf Jens Wiese, der sich im Spiel gegen Balingen-Weilstetten einen kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Ein Fan-Bus startet am Samstag um 18 Uhr vom Euregium in Nordhorn aus. Die Rückfahrt ist um 21.30 Uhr vorgesehen.