Regenfälle bedrohen Austragung „Rest der Welt“ siegt erneut beim Speedwayrennen in Dohren

Von Helmut Diers


Dohren. Das Internationale ADAC Speedway-Flutlichtrennen des MSC Dohren hat wie schon in den letzten beiden Jahren das Team „Rest der Welt“ gewonnen. Am Ende hatte das Team „Rest der Welt“ mit Spitzenfahrern aus dem europäischen Ausland 48 Laufpunkte auf seinem Erfolgskonto stehen. Das Team „Deutschland“ mit dem Lokalmatadoren Tobias Kroner und dem Welter Speedwayass Kai Huckenbeck brachte es auf 42 Laufpunkte.

Der Speedway-Saisonausklang auf dem mit 215 Metern langen Eichenring des MSC Dohren (wir berichteten) stand am Samstag lange wegen anhaltender Regenfälle auf der Kippe. „Samstagmittag habe ich gedacht, das wird nichts mit unserem Flutlichtrennen. Ein wahnsinniger Regen hatte die Bahn unter Wasser gesetzt“, erklärte Rennleiter Josef Kroner kurz vor Trainingsbeginn am Spätnachmittag seine Ängste und meinte: „Jetzt ist die Bahn gut befahrbar“.

Regen hinterlässt Spuren

Der Regen hatte trotzdem am Abend seine Spuren hinterlassen. Mit der Dauer des Rennens brach das Geläuf immer mehr auf, dass nur durch intensive Bahndienstpausen der Eichenring befahrbar blieb. „Das ist schon grenzwertig“, hieß es im Fahrerlager. Aber niemand meuterte, war das Fluchtlichtrennen doch das Abschiedsrennen des Lokalmatadoren Tobias Kroner nach 18-jähriger Bahnmotorradsport-Karriere.

4000 Zuschauer am Eichenring

Die nach Veranstalterangaben rund 4000 Zuschauer am Eichenring wurden gleich mit dem ersten Lauf des Rennabends „Deutschland“ gegen „Rest der Welt“ mitgerissen. Aus Sicherheitsgründen und aus Zeitersparnis hatte die Rennleitung vor dem Rennbeginn das Rahmenprogramm eingekürzt. Tobias Kroner, nicht nur von Freunden nur „Tobi“ gerufen, erwischte einen optimalen Start und gab auf seiner Hausbahn die Führung bis ins Ziel nicht wieder ab. Gemeinsam mit Lukas Fienhage (Klein Brockstedt) holte er gleich das Punktemaximum von 5 für Deutschland gegen den dänischen Teamweltmeister Bjarne Pedersen und den U21-Weltmeister 2010 Peter Kildemand aus Dänemark. Kildemand und Pedersen brachten es in dem Lauf auf zwei Punkte.

Zwei Laufsiege für Wölbert

In den weiteren Läufen schaffte Kroner keinen zweiten Sieg. Das schaffte nur der amtierende Deutsche Speedwaymeister Kevin Wölbert, der am Schluss zwei Laufsiege feiern durfte und damit mit zwölf Punkten zum besten deutschen Fahrer avancierte. Kroner und Huckenbeck ernteten jeweils acht Laufpunkte. Kroners Nationalmannschaftskamerad Martin Smolinski, der wegen anderer Verpflichtungen erst wenige Minuten vor Rennbeginn am Eichenring auftauchte, brachte es auf sieben Punkte, René Deddens mit drei und Lukas Fienhage mit vier Punkten zum beachtlichen deutschen Punktestand bei.

Brite bester Einzelfahrer

Bester Einzelfahrer war der Vize-Mannschaftsweltmeister 2016 Robert Lambert aus Großbritannien. Der Brite sackte 13 Punkte für sein Team „Rest der Welt“ ein. Er siegte bei dem durch einige Stürze, die aber alle glimpflich ausgingen, gekennzeichnete Läufe dreimal und wurde zweimal Zweiter hinter seinem schwedischen Teamkameraden Antonio Lindbäck.

Schnellste Runde

Am Ende des Wettkampfes „Deutschland“ gegen „Rest der Welt“ wurde noch ein Finale der Solisten ausgetragen, wobei die beiden punktbesten Fahrer Lambert und Wölbert gegen die ausgelosten Deddens und Lindbäck antraten. Das Duell der Solisten gewann Lambert vor Wölbert und Deddens. Und dennoch gelang „Tobi“ ein zweiter Sieg. Und das gleich zu Beginn des Flutlichtrennens. Vor zehn Jahren stellte der Dohrener auf dem Eichenring einen neuen Rundengeschwindigkeitsrekord auf. Den alten Rekord brach Peter Lambert im letzten Jahr. Vielleicht hält der neue Geschwindigkeitsrundenrekord mit fliegendem Start erneut zehn Jahre. Die schnellste Runde legte am Samstag mit 11,42 Sekunden Tobias Kroner hin. Die zweitschnellste Runde präsentierte mit 11,56 Sekunden Kai Huckenbeck. Es folgten Robert Lambert mit 11,84 Sekunden und Peter Kildemand mit 11,92 Sekunden.


Ergebnisse Int. ADAC Flutlicht-Speedwayrennen Dohren

Team „Rest oft the World“ (48 Punkte): Robert Lambert, Großbritannien (13 Pkt.); Antoni Lindbäck, Schweden (11); Peter Kildemand, Dänemark (10); Bjarne Pedersen, Dänemark (7); timo Lahti, Finnland (6); Theo Pijper, Niederlande (1).

Team „Deutschland“ (42 Punkte): Kevin Wölbert (12 Pkt.); Tobias Kroner (8); Kai Huckenbeck (8); Martin Smolinski (7); Renè Deddens (4); Lukas Fienhage (3).

Einzelfinale: 1. Robert Lambert; 2. Kevin Wölbert; 3. Rene Deddens; 4. Antonio Lindbäck.

Int. B-Gruppe: 1. Mikkel B. Andersen, Dänemark; 2. Danny Maaßen, Deutschland; 3. Mads Hansen, Dänemark.

Junior C, 250 ccm: 1. Lukas Wegner, 2. Ben Ernst; 3. Maximilian Troidl.

Junior A, 50 ccm: 1. Freya Streller; 2. Carl Wynant; 3. Paul Weisheit.

PW 50: 1. Tyler Haupt; 2. Carlos Gennerich; 3. Nils Fangmeyer.