Anna Lechowicz qualifiziert Triathletin aus Lathen 2018 zum Ironman auf Hawaii

Von Uli Mentrup

Unter zehn Stunden blieb die Lathenerin Anna Lechowicz beim Triathlon in Barcelona. Damit hat sich die Sportlerin – auf dem Foto beim Triathlon in Gdynia –  für den Ironman auf Hawaii im nächsten Jahr qualifiziert. Foto: maratomania.plUnter zehn Stunden blieb die Lathenerin Anna Lechowicz beim Triathlon in Barcelona. Damit hat sich die Sportlerin – auf dem Foto beim Triathlon in Gdynia – für den Ironman auf Hawaii im nächsten Jahr qualifiziert. Foto: maratomania.pl

Lathen. Anna Lechowicz aus Lathen eilt von Erfolg zu Erfolg. Wenige Wochen nach der Qualifikation für die Triathlon-Weltmeisterschaft 2018 in Südafrika hat sie mit einem starken Auftritt in der katalanischen Metropole Barcelona das Ticket zum Ironman auf Hawaii gelöst. Ein Traum für jeden Triathleten.

„Ich bin qualifiziert und super zufrieden“, wischte Lechowicz alle Bedenken, die sie vor dem Start noch hatte, selbst vom Tisch. Rund 3000 Sportler starteten in Barcelona in der Königsdisziplin der Triathleten (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Radfahren 42,2 km Laufen). Anna Lechowicz unterbot die Zehn-Stunden-Marke mit 9:21,19 Stunden (1:37,39/4:41,58/3:16,17) deutlich und belegte in der Frauenwertung den siebten Platz als Top-Amateurin unter den Profis. „Eine supergute Zeit für mich“, strahlte sie. Die Niederländerin Yvonne van Vlerken siegte (8:46,18: 055,44/4:41,18/3:05,02). Daniela Sämmler (DSW Darmstadt/8:55,11), die bereits zwei Ironman gewonnen hat, wurde Dritte vor Katja Konschak (Nordhausen/8:57,12). Lechowicz war insgesamt zufrieden. „Aber mit einer besseren Zeit im Schwimmen wäre Platz fünf möglich gewesen“, haderte sie.

Schwimmen als Manko

Bei guten äußeren Bedingungen erwies sich das Schwimmen als bekanntes Manko von Lechowicz. Mit 1:07,39 Stunden hatte sie die schlechteste Zeit unter den besten zehn Sportlerinnen. Die 32-Jährige war eine Viertelstunde langsamer als die schnellsten Schwimmerinnen.

Im Radfahren vorn dabei

In ihrer Paradedisziplin, dem Radfahren, zählte die emsländische Tierärztin zu den Schnellsten. Dabei wäre eine noch bessere Zeit möglich gewesen, doch auf der teilweise engen Strecke habe sie an den Steigungen teilweise bremsen müssen, um der Konkurrenz auszuweichen.

Krise stellte sich nicht ein

Gespannt war Lechowicz auf die Laufstrecke, schließlich absolvierte sie ihren ersten Marathon und teilte die Kräfte deswegen vorsichtig ein. „Ich war am Ende noch genauso schnell wie am Anfang“, stellte sie fest. Die befürchtete „Krise“ nach 30 Kilometern stellte sich nicht ein.

Triathlon auf Rügen zur Vorbereitung

Der Triathlon auf Rügen war als Trainingsvorbereitung auf Barcelona gedacht. Lechowicz belegte als schnellste Amateurin Platz sieben (4:48,44: 1,9 km Schwimmen 35:03 Minuten/90 kam Radfahren 2:25,48 Stunden/21,1 km Laufen 1:31.42). Dort legte die Emsländerin einen besonderen Schwerpunkt auf das Radfahren.

Nur eine kurze Pause

Bis zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison gönnt sich Lechowicz eine dreiwöchige Pause. Danach will sie sich vor allem im Schwimmen verbessern. Sie hat schon Kontakt zur emsländischen Topschwimmerin Nicole Heidemann aufgenommen. „Ich muss im Wasser mehr kämpfen“, hat Lechowicz bereits erkannts. Auf dem Rad will sie möglichst mit einer starken Männergruppe trainieren, damit sie ständig gefordert wird. Mit dem Dörpener Thomas Hackmann hat sie einen Berater für diese Disziplin gefunden. Die Amateurin bewegt sich auf hohem Niveau. „Das ist auf Hawaii noch viel höher“, weiß die Lathenerin, dass sie sich noch steigern muss. „Ich habe noch Reserven“, demonstriert sie eisernen Willen. Was sie auf Hawaii erwartet, kann sie am dieses Mal noch aus der Distanz beobachten. 2018 wird es ernst.

Gerwien Samstag beim Ironman

Anders dagegen für Peter Gerwien. Der 67-Jährige Triathlet von SuS Darme hat sich für den Ironman am Samstag auf Hawaii qualifiziert mit einer Gesamtzeit von 11:16 Stunden. Den Mitteldistanz-Vorbereitungswettkampf im niederländischen Almere musste der Emsländer wegen einer Verletzung beim Schwimmen frühzeitig abbrechen. Die mittlerweile mehr als 40 Triathleten des SuS Darme werden Wettkampf im Pazifischen Ozean gespannt aus der Emsland verfolgen.