Samstagabend in Konstanz Nordhorn-Lingen: Längste Tour mit Punkten versüßen

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Wieder top-fit: Linkshänder Philipp Vorlicek (r.) – auf dem Foto mit Patrick Miedema (l.) im Zweikampf gegen Marcel Engels (HG Saarlouis) – soll beim Spiel in Konstanz für Gefahr aus dem Rückraum der HSG Nordhorn-Lingen sorgen. Foto: ScholzWieder top-fit: Linkshänder Philipp Vorlicek (r.) – auf dem Foto mit Patrick Miedema (l.) im Zweikampf gegen Marcel Engels (HG Saarlouis) – soll beim Spiel in Konstanz für Gefahr aus dem Rückraum der HSG Nordhorn-Lingen sorgen. Foto: Scholz

Lingen . Schon wieder auswärts: Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen muss am Samstag um 20 Uhr beim Namensvetter in Konstanz antreten. Das Zwei-Städte-Team will die weiteste Fahrt mit Punkten versüßen und sich oben in der Tabelle festsetzen.

Zu Beginn der Herbstferien geht es für das Zwei-Städte-Team Richtung Bodensee, in die 80000-Einwohner-Stadt Konstanz an der Grenze zur Schweiz. Die HSG-Handballer haben sich nach einer Trainingseinheit schon am Freitagmittag auf die Tour begeben (rund 710 Kilometer). Erst vor einer Woche waren sie 484 Kilometer nach Würzburg gefahren, wo sie beim 23:26 gegen DJK Rimpar die erste Saisonniederlage kassierten.

Emotional in der „Schänzlehölle“

Vorjahresaufsteiger Konstanz, der das Heimspiel gegen das Zwei-Städte-Team knapp mit 24:23 gewann, aber bei den Niedersachsen deutlich mit 17:32 verlor, belegt mit 2:10 Zählern den 18. Platz. Nach vier Niederlagen in Serie gelang beim 30:25 gegen ThSV Eisenach der erste Saisonerfolg. In einer emotionalen Partie in der „Schänzlehölle“ profitierte Konstanz von einer starken Mannschaftsleistung, dem mit 19 Paraden bärenstarken Torwart Konstantin Poltrum und dem mit zwölf Treffern brandgefährlichen Paul Kaletsch, einem Rechtshänder im rechten Rückraum.

Starke Torwarte

Daheim hat sich Konstanz schon in der vergangenen Saison stark präsentiert, von den Spitzenteams behauptete sich dort nur Nettelstedt-Lübbecke. „Wir wissen, was uns erwartet“, stellt Nordhorn-Lingens Trainer Heiner Bültmann fest. Nämlich ein zweikampfstarker Gegner mit spielerischer Qualität, der hohes Tempo geht, und eine Halle mit „toller Atmosphäre“. Neben Poltrum verfügt Trainer Daniel Eblen, der seit 2004 im Amt ist, mit Stefan Hanemann über einen weitere starken Torwart, der wie sein zwei Jahre älterer Konkurrent ehemaliger Jugendnationalspieler ist. Im linken Rückraum sorgt der erfahrene Mathias Riedel für Torgefahr. Gefährlich sind die Anspiele an den Kreis.

„Gesundes Maß an Frustration“

Das Zwei-Städte-Team will nach der einzigen Niederlage in Rimpar in die Erfolgsspur zurückkehren. „Wir waren nicht zufrieden“, verweist Bültmann auf „ein gesundes Maß an Frustration“. Andererseits habe sein Team 50 Minuten richtig gut gespielt. Dabei fehlte ein gefährlicher Linkshänder im Rückraum: Nicky Verjans (Mittelfinger gebrochen) fällt weiter aus, Philipp Vorlicek, der noch an den Folgen einer Abwehraktion litt, ist dagegen wieder topfit. Abwehrroutinier Frank Schumann steht noch immer nicht zur Verfügung.

Gast in der Favoritenrolle

Der Gast muss gut in die Zweikämpfe kommen und den Konstanzer Angriff ausschalten. Das ist für Bültmann der Schlüssel zum Erfolg. Dabei wird das Zwei-Städte-Team vom Gastgeber in die Favoritenrolle gedrängt. „Wir wollen sie annehmen“, stellt Bültmann fest. Dass seine Mannschaft ausnahmsweise einen Tag vor der Partie anreist, damit ausgeruht und ohne lange Busfahrt in den Knochen aufs Parkett gehen kann, könnte ein Vorteil sein.


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