Dritter Erfolg in Serie Nordhorn-Lingen feiert Arbeitssieg gegen Hagen

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Nordhorn. Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber nach einer packenden Partie setzte sich Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen vor 1531 Zuschauern im Euregium mit 30:27 (16:14) gegen Aufsteiger VfL Eintracht Hagen durch, und wahrte damit seine weiße Weste. Das Zwei-Städte-Team hat sich mit 6:0 Punkten mit vorn in der Tabelle festgesetzt.

„Wir haben Geduld gehabt“, erklärte Mannschaftskapitän Alex Terwolbeck, der auch auf eine neue Qualität verwies: „Der Kader ist breiter besetzt. Da können wir häufiger wechseln und jeder seine Qualität einbringen.“ Das war gerade in der Schlussphase wichtig.

„30 Tore im Angriff sind gut“

Torwart Björn Buhrmester, der gerade in den entscheidenden Phasen mit Paraden gefiel, verwies darauf, dass der Gast mit seinen erfahrenen Akteuren eben kein typischer Aufsteiger sei. „Aber wir haben über weite Phasen gut gespielt. 30 Tore im Angriff sind gut.“ Die 27 Gegentore behagten ihm nicht. „Das hätte noch besser sein können.“

Starker Beginn

Der Gastgeber begann bärenstark, ging in der zweiten Minute durch Nicky Verjans in Führung, musste nur beim 1:1 überhaupt einmal den Ausgleich hinnehmen. Die ersten sieben Angriffe schloss das Zwei-Städte-Team mit Treffern ab. „Die HSG ist hohes Tempo gegangen“, bekannte Gästecoach Niels Pfannenschmidt.

„Bis zur 28. Minute sehr zufrieden“

„Bis zur 28. Minute war ich sehr zufrieden“, erklärte Bültmann. Da führte seine Mannschaft 15:10. Es hätten sogar noch mehr Tore sein können. Der junge Alec Smit warf den Ball aus kurzer Distanz über das leere Tor, seine versteinerte Miene zeigte, wie geschockt er selbst war. „Wir haben da weitergemacht, wo wir zuletzt aufgehört haben, waren sehr konzentriert, hatten eine gute Abschlussquote“, lautete Bültmanns Zwischenfazit. Doch in den letzten 120 Sekunden vor der Pause kassierte der Gastgeber noch vier Treffer. Der deutliche Vorsprung war dahin. Der Trainer registrierte daher Frust zum Seitenwechsel.

Hagen lässt sich nicht abschütteln

Es gelang dem Gastgeber auch im zweiten Durchgang einfach nicht, die Hagener abzuschütteln. Sie blieben immer dran, verkürzten sogar mehrfach auf ein einziges Tor. Aber, bekannte Pfannenschmidt, „das ist uns nicht gelungen.“ Trotz aller Qualität, die der Aufsteiger um den polnischen Nationalspieler Bartosz Konitz im Euregium zeigte. „Wir haben keine Angst“, hatte der Coach schon im Vorfeld festgestellt. Und die „Crocodiles“ hatten verstanden.

Spiel hätte kippen können

Es gab Phasen, in denen das Spiel hätte kippen können, aber die überstand der Gastgeber, der sich nie ausruhen konnte. Typisch waren die fünf torlosen Minuten nach dem 26:24. Mehrfach hatte die HSG die Gelegenheit, auf drei Tore davonzuziehen. Das gelang zunächst nicht einmal in Überzahl. Zweimal verhinderte Buhrmester den Anschlusstreffer, dann gab es Hektik, als die Unparteiischen eine Attacke gegen den Kopf von Patrick Miedema nicht ahndeten, sogar den Wechsel des Ballbesitzes nicht unterbanden. Yannick Fraatz erlöste das Zwei-Städte-Team mit dem wichtigen und vorentscheidenden 27:24. Hagen setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, brachte für den starken Torwart Dragan Jerkovic einen weiteren Feldspieler. Aber das fruchtete nicht mehr.

Mickal traf nach Belieben

Beim Gastgeber, für den Pavel Mickal beinahe nach Belieben traf und mit neun Toren gefährlichster Schütze war, imponierte Pfannenschmidt Tempo und Timing. „Wir können das besser“, stellte Bültmann fest. Nach der Pause sei sein Team einen Tick zu unkonzentriert gewesen im Angriff, die Abwehr habe zu viele Anspiele an den Kreis und auch Würfe zugelassen. Zudem bemängelte er einige technische Fehler. „Man hat gesehen, dass wir vielleicht noch nicht so weit sind, wie wir gedacht haben.“

Nächster Schritt in Aue?

Dennoch will Nordhorn-Lingen in Aue den nächsten Schritt machen. „Dort haben wir noch nie gewonnen“, sprach Bültmann die Serie an, die am Mittwoch endlich beendet werden soll.


HSG Nordhorn-Lingen – VfL Eintracht Hagen 30:27 (16:14)

HSG Nordhorn-Lingen: Kaleun, Buhrmester (18 Paraden), Verjans (4), Wilmsen, Heiny, Leenders (2), Mickal (9/1), Miedema (4), Fraatz (2), Terwolbeck (5), de Boer (1), Vorlicek, Wiese, Smit (1), Seidel (2/2).

VfL Eintracht Hagen: Mahncke (2 Paraden), Jerkovic (9 P.), Lindner, Kress (5/2), Tubic (4/2), Prohl (1), Schneider (1), Renninger (1), Konitz (4), König, Saborowski, Waldhof (3), Gaubatz (3), Mestrum (2), van Boenigk (3)

Siebenmeter: 3/4 (Seidel, 36., scheitert an Jerkovic,trifft zweimal, einmal verwandelt Mickal) - 4/5 (Tubic, 33 scheitert an Buhrmester, trifft aber wie Kress zweimal).

Zeitstrafen: 6 Min. (Leenders, 15.; Vorlicek, 37.; de Boer, 42. ) / 14 Min. (Pröhl, 17., 26., 48.; Tubic, 24.; Waldhof, 35.; Kress, 36., 52.).

Rot: Pröhl, dritte Zeitstrafe (48.).

Zuschauer: 1531 im Nordhorner Euregium.

Schiedsrichter: Ronny Dedens / Nico Geckert (beide Magdeburg)

Beste Spieler: Mickal, Terwolbeck, Buhrmester / Konitz, Kress,

Spielfilm: 1:0 (2.), 3:1 (5.), 5:2 (9.), 7:3 (11.), 8:5 (13.), 8:7 (17.), 10:7 (18.), 10:9 (20.), 12:9 (23.), 15:10 (28.), 16:14 (Hz.), 16:15 (34.), 19:16 (36.), 19:18 (39.), 22:19 (42.), 24:23 (45.), 26:24 (46.), 27:24 (53.), 27:25 /56.), 29:25 (58.), 30:27 (E).

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