Pech für Kathrin Stolmeijer Für Emsbürenerin endet EM nach Sturz frühzeitig

Von Helmut Diers

Pech für Kathrin Stolmeijer: Nach einem Sturz und einer Nacht im Krankenhaus war die EM für die Emsbürenerin beendet. Foto: DiersPech für Kathrin Stolmeijer: Nach einem Sturz und einer Nacht im Krankenhaus war die EM für die Emsbürenerin beendet. Foto: Diers

Samorin. Pech hatte Kathrin Stolmeijer in der ersten Wertungsprüfung im slowakischen Samorin. Sie stürzte im Sattel ihres Pferdes Lilly-Fee. Damit war für die 18-jährige Reiterin aus Emsbüren die Europameisterschaft gelaufen.

„Kathrin war mit Lilly bis zum drittletzten Sprung super und fehlerfrei unterwegs. Sie kam gut in die sehr enge dreifache Kombination hinein. Beim Aussprung überschlug sich das Pferd und Kathrin stürzte“, teilte Mutter Sabine Stolmeijer mit. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde bei der Reiterin in einer Klinik in Bratislava ein Anbruch des Nasenbeins sowie des rechten Arms und eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Sie musste eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik bleiben.

„Kein Fehler“

Bundestrainer Peter Teeuwen stellte fest: „Absolut sichere Runde von Kathrin bis zum Sturz, den hatte wirklich keiner von uns hier erwartet. Einfach riesengroßes Pech“. „Die beiden waren fantastisch unterwegs. Nach Analyse des Videos kann ich weder Kathrin noch dem Pferd einen Fehler zuschreiben, das war einfach Pech“, kommentierte Trainer und Vater Rudi Stolmeijer das Malheur, der froh war, dass auch Lilly-Fee nichts passiert war. „Alles ging in Bruchteilen von Sekunden. Ich kann mich an den Sturz und den Transport ins Krankenhaus überhaupt nicht mehr erinnern“, fand Kathrin Stolmeijer, die für den RFV Isterberg startet, den Sturz einfach ärgerlich und versprach dem deutschen Juniorenteam die Daumen zu drücken beim Nationenpreis, der Mannschaftswertung.

„Große Hilfsbereitschaft“

Für die Emsbürenerin, die als sichere Bank für die Teamwertung galt, rückte Hannes Ahlmann in die deutsche Nationenpreismannschaft nach. Das war möglich, weil der Wettbewerb noch nicht begonnen hatte. Teamkollegin Laura Hetzel war nach Stolmeijers Sturz betroffen: „Wir haben schon eine Euro zusammengeritten und uns verbindet mehr als nur der Sport. Kathrin fehlt uns im Team.“ Bei allem Unglück freute sich Sabine Stolmeijer über „die unglaublich große Hilfsbereitschaft der deutschen Mannschaft und auch der Teams anderer Nationen“ nach dem Unfall ihrer Tochter. „Wir sind froh, dass es Kathrin und Lilly-Fee gut geht!“