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Justine Tebbel und Kathrin Stolmeijer Reiterinnen aus Emsbüren zur EM in die Slowakei

Von Helmut Diers

Justine Tebbel (Bild) will in Samorin bei der EM der Jungen Reiter angreifen. Foto: Helmut DiersJustine Tebbel (Bild) will in Samorin bei der EM der Jungen Reiter angreifen. Foto: Helmut Diers

Emsbüren. Die beiden Emsbürenerinnen Justine Tebbel und Kathrin Stolmeijer haben sich auf den Weg ins slowakische Samorin gemacht. Dort werden sie im deutschen Kader bei der Junioren-EM antreten, die am Dienstag beginnt.

Tebbel und Stolmeijer sind Teil des 15-köpfigen Kaders, den die AG Nachwuchs des Springausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) zur EM in die Slowakei berufen hat. Vom 8. bis zum 13. August finden dort im südöstlich der Hauptstadt Bratislava gelegenen Samorin die Europameisterschaften im Springen der Kinder, Junioren und der Jungen Reiter statt.

Kein unbeschriebenes Blatt

Die Bundeskaderreiterin Tebbel wird gemeinsam mit Finja Bormann (Hildesheim), Philip Houston (Leichlingen), Lars Volmer (Legden) und Cedric Wolf (Buchholz) in der Klasse der Jungen Reiter (18 – 21 Jahre) antreten. Die Tochter des dreifachen Deutschen Meisters Renè Tebbel und Schwester des Nationenpreissiegers von Aachen Maurice Tebbel ist bei den Jugendeuropameisterschaften kein unbeschriebenes Blatt. Viermal nahm sie an den Ponyeuropameisterschaften teil, gewann dabei mit der deutschen Mannschaft eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille. 2016 startete die Bundeskaderreiterin bei den Junioren (bis 18 Jahre) in der EM in Millstreet (Irland) und belegte in der Einzeleuropameisterschaft Rang 5. (Weiterlesen: Stolmeijer und Tebbel vor EM-Sichtung in Hagen)

Höheres Niveau

Bei der EM wird Tebbel den Hengst Light Star satteln. Bleibt er gesund, dürfte eine Nominierung Tebbels für die Mannschaftswertung wahrscheinlich sein. „Wenn mit Light Star im Training nichts passiert, bin ich wohl im Team“, sagte Tebbel. Das Niveau in der für sie neuen Altersklasse sei deutlich höher als bei den Junioren, weswegen die 18-jährige ihre Ziele eher zurückhaltend formuliert: Sowohl im Einzel als auch in der Mannschaftswertung wolle sie „vernünftig durchkommen“, alles andere werde sich vor Ort zeigen.

Dem Bundestrainer aufgedrängt

Die gleichaltrige Kathrin Stolmeijer wird in Samorin mit Hannes Ahlmann (Reher), Beeke Carstensen (Sollwit), Max Haunhorst (Hagen a.T.W.) und Laura Hetzel (Goch) im Juniorenbereich starten. Im Ponyalter war sie mehrfach bei Europameisterschaften vertreten, eine Medaille blieb ihr allerdings bislang versagt. 2016 schrammte sie knapp an der EM im irischen Millstreet vorbei. Dreimal fand die Reiterin, die in diesem Jahr ihr letztes Juniorenjahr absolviert, Einsatz in Nationenpreisen der Junioren. Mit diesen Siegen und beständigen Leistungen drängte sie sich dem Bundestrainer Peter Teeuwen auf. Die Reiterin, die für den RFV Isterberg startet, wird in Samorin die Stute Lilli Fee satteln. Stolmeijer dürfte wie Tebbel einen Platz in der Mannschaft sicher haben.