Rang 1 und 7 für Reiter Nationenpreis: Stolmeijer siegt, Tebbel bester Deutscher

Kathrin Stolmeijer aus Emsbüren gewann mit Deutschland. Archivfoto: DiersKathrin Stolmeijer aus Emsbüren gewann mit Deutschland. Archivfoto: Diers

Emsbüren. Mit wechselndem Erfolg waren die beiden Emsbürener Bundeskaderspringreiter Maurice Tebbel (Reiter) und Kathrin Stolmeijer (Junioren) in Nationenpreisen im französischen La Baule und im belgischen Opglabeek unterwegs.

„Für mich mit dem deutschen Team mit Patrick Stühlmeyer (Osnabrück), Marcus Ehning (Borken) und Janne-Friederieke Meyer-Zimmermann (Pinneberg) lief es im Nationenpreis von La Baule (5 Sterne) nicht richtig rund“, so Tebbel. Deutschland mit Bundestrainer Otto Becker belegte Rang sieben hinter den siegreichen Franzosen, den zweitplatzierten Schweden und Irland auf Rang drei.

Tebbel bester Deutscher

Der 23-jährige Tebbel, jüngster im Team, lieferte im Nationenpreis die beste Leistung der deutschen Reiter mit einem Zeitfehler im ersten Umlauf und vier Fehlerpunkten im zweiten Durchgang ab. Ehning kassierte acht, Meyer-Zimmermann 16 und Stühlmeyer 20 Fehlerpunkte. Tebbel vertraute im Nationenpreis auf seinen gekörten Hengst Chacco`s Son. Im Großen Preis lief es für den Emsbürener gar nicht. „Ich bin irgendwo im Mittelfeld gelandet“, hakte der B-Kaderreiter das Fünfsternespringen schnell ab. Mit Camilla war er in Rahmenprüfungen zweimal hoch platziert.

Stolmeijer bärenstark

Besser erging es da der 18-jährigen Kathrin Stolmeijer im Junioren-Nationenpreis in Opglabeek. Sie gewann mit ihrer Stute Lilly Fee und im Konzert mit Max Haunhorst (Hagen a. T.W.), Zoe Osterhoff (Hamm) und Marie Ligges (Ascheberg) in einem wahren Krimi mit Stechen den Nationenpreis vor Belgien und den drittplatzierten Spaniern. „Bei den Junioren sind wir in diesem Jahr mit Blick auf die Europameisterschaften breit aufgestellt. Wir haben einige Reiter mit viel Erfahrung und entsprechend guten Pferden“, zog Bundestrainer Peter Teeuwen in Opglabeek eine zufriedene Bilanz. Das Stechen der Junioren um den Nationenpreissieg entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Nach den Umläufen lagen Spanien, Deutschland und Belgien gleichauf, alle Reiter ritten auch im Stechen Null und so lag es am Ende bei Kathrin Stolmeijer, ob Deutschland den Nationenpreis gewinnt. Sie musste nicht nur Null bleiben, sondern auch noch schnellersein als der schnellste Belgier. „Wir haben nur gedacht, das geht nicht“, wurde Stolmeijer aber von Teeuwen ermuntert, voll auf Angriff zu reiten. Und es trat ein, was alle im deutschen Team gehofft, aber kaum daran geglaubt hatten. Stolmeijer blieb mit Lilly Fee nicht nur Null, sondern war auch noch die drei Sekunden schneller als der schnellste Belgier. Der Sieg! Unbeschreiblicher Jubel im deutschen Juniorenteam war danach angesagt!


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