25:27 bei TuSEM Essen HSG startet mit Niederlage in den Doppelspieltag

Das Hinspiel hatten Luca de Boer (am Ball) und Co. gegen Essen mit 29:24 gewonnen. Foto: ScholzDas Hinspiel hatten Luca de Boer (am Ball) und Co. gegen Essen mit 29:24 gewonnen. Foto: Scholz

Essen. Misslungener Start in den Doppelspieltag: Die Handballer von Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen haben am Freitagabend das erste von zwei Duellen binnen drei Tagen mit Abstiegskandidaten mit 25:27 (13:14) bei TuSEM Essen verloren.

Kapitän Nicky Verjans, der sich bereits beim 26:26 gegen Wilhelmshaven zurückgemeldet hatte, warf nach 67 Sekunden zwar das erste Tor der Partie, doch bereits nach vier Minuten betrug der Rückstand der Gäste drei Tore – 1:4. In die Kabine ging es mit einem knappen Rückstand, weil Essens Hegemann mit der Pausensirene fast von der Mittellinie aus traf, nachdem Verjans sechs Sekunden vor dem Ende der ersten Hälfte zum 13:13 ausgeglichen hatte.

Durch Tore von Miedema und Fraatz lag Nordhorn-Lingen drei Minuten nach dem Wiederanpfiff mit 15:14 vorne, doch ein 7:0-Lauf der Gastgeber brachte die HSG ins Hintertreffen. „In der Phase haben wir einfach zu viele einfache Fehler gemacht und Gegenstöße kassiert“, ärgerte sich HSG-Coach Heiner Bültmann. Da habe man es Essen zu einfach gemacht, ergänzte er. Kämpferisch könne er seiner Mannschaft jedoch keinen Vorwurf machen. Ein Rückstand, dem die Gäste ständig hinterherliefen und den sie zwischenzeitlich nur auf drei Tore verkürzen konnten.

Lasse Seidel erzielte gegen seinen Ex-Klub sieben Tore und war damit erfolgreichster Schütze der Partie. Auf der Gegenseite traf der frühere HSG-Akteur Michael Kintrup einmal.

Während der an der Achillessehne operierte Abwehrchef Frank Schumann fehlte und Stephan Wilmsen nicht als Aushilfe zur Verfügung stand, lief der im Sommer zurückgetretene Nils Meyer auf. Asbjörn Madsen war zwar umgezogen, kam aber ebenso wie der humpelnde Matthias Poll nicht zum Einsatz. Wieder auf dem Parkett stand Jens Wiese, wobei er nach seiner Schulterverletzung nur in der Abwehr spielte.

Viel Zeit zur Erholung bleibt dem Zwei-Städte-Team nicht. Bereits am Sonntag um 17 Uhr steht die nächste Aufgabe auf dem Plan: Das abgeschlagene Schlusslicht HC Empor Rostock kommt ins Nordhorner Euregium. Der Klub aus der Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr noch nicht in Tritt gekommen.

Auswärts lief es für den ehemaligen Europapokalsieger (1982), zehnfachen DDR-Meister und siebenfachen -Pokalsieger besonders schlecht. Gerade ein einziger Zähler steht zu Buche. Den holte das Team Anfang Februar in Neuhausen.

Daheim war Empor erfolgreicher. Dort sammelte das Team im vergangenen Jahr acht Zähler. Ende Dezember gelangen gegen Saarloius und Lübbecke sogar zwei Siege in Folge. Nur ganz knapp mit 26:25 behauptete sich auch die HSG an der Ostsee. Die Gäste lagen nach 42 Minuten noch 16:20 zurück. Der angeschlagene Torwart Björn Buhrmester war mit etlichen Paraden Garant für den Sieg. Am Sonntag steht Bültmann mit Stephan Wilmsen eine weitere Alternative in der Abwehr t zur Verfügung.

Bei Rostock hat Trainer Hans-Georg Jaunich, der im November Robert Teichert ablöste, seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Der Olympiasieger von 1980 will mit seinem Team noch den einen oder anderen Punkt sammeln. Der torgefährlichen Vyron Papadopoulos und Abwehrspieler Norman Flödl gehören zu den auffälligsten Akteuren im Team, das vor der Saison fünf Stammspieler abgegeben hat.


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