Samstag gegen Wilhelmshaven Nordhorn-Lingen: Kapitän Verjans wieder an Bord

Comeback: Mannschaftskapitän Nicky Verjans (r.) steht der HSG Nordhorn-Lingen am Samstag im Niedersachsen-Derby gegen Wilhelmshaven wieder zur Verfügung. Foto: ScholzComeback: Mannschaftskapitän Nicky Verjans (r.) steht der HSG Nordhorn-Lingen am Samstag im Niedersachsen-Derby gegen Wilhelmshaven wieder zur Verfügung. Foto: Scholz

Lingen. Mannschaftskapitän Nicky Verjans kehrt nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause ins Team der HSG Nordhorn-Lingen zurück. Damit verfügt Trainer Heiner Bültmann beim Duell gegen den Wilhelmshavener HV am Karsamstag um 19.30 Uhr in der Emslandarena über eine Möglichkeit mehr.

Dennoch bleibt die personelle Situation weiter angespannt. Denn Shooter Jens Wiese, Kreisläufer Asbjörn Madsen und Rückraumspieler Lutz Heiny werden weiter fehlen. Trotz aller Schwierigkeiten hat das Zwei-Städte-Team ordentlich gepunktet. „Das ist unter diesen Bedingungen nicht normal“, schätzt Bültmann die Leistungen seines Rumpfteams hoch ein. Denn schon die gesamte Saison fallen Spieler aus. Das wirkt sich im dünnen HSG-Kader besonders aus.

Schumann noch nicht bei 100 Prozent

In Saarlouis standen mit Alex Terwolbeck und Patrick Miedema nur noch zwei „gelernte“ Rückraumspieler zur Verfügung. Linksaußen Lasse Seide half aus. „Es kann nicht sein, dass in Saarlouis fünf Spieler über 60 Minuten durchpowern müssen“, weiß Bültmann. Zudem ist Abwehrrecke Frank Schmann nach auskurierten Verletzungen noch nicht wieder bei 100 Prozent angekommen.

Auch Wilmsen und Meyer wieder dabei

Verjans steht seit Wochenbeginn wieder im Mannschaftstraining. „Er kann noch keine 60 Minuten durchhalten, aber es ist wichtig, dass er wieder dabei ist“, stellt der Trainer fest, der zudem wieder auf die Aushilfs-Handballer Stephan Wilmsen und Nils Meyer zurückgreifen kann. „Die sind wichtig“, weiß Bültmann. Genau wie die Unterstützung durch die Fans. Das haben die letzten Heimspiele gezeigt. Im Niedersachsen-Derby gegen Wilhelmshaven sind wieder „Einsatz ohne Ende“ (Bültmann), große Disziplin und hohe Konzentration erforderlich.

HSG gewinnt Spiel in Wilhelmshaven

Der bärenstarke Vorjahresaufsteiger ist zu Saisonbeginn ans Tabellenende gerutscht. Er musste lange auf den ersten Sieg warten, verlor viele Spiele ganz knapp, so auch die Partie gegen Nordhorn-Lingen (29:30). Trotz zuletzt guter Ergebnisse kämpft die Mannschaft von Christian Köhrmann noch immer um den Klassenerhalt. Der Vorsprung zum ersten Abstiegsrang beträgt gerade zwei Zähler.

Breites Konzept

Mit Moritz Barkow und Rene Drechsler fallen beim Team vom Jadebusen zwei Akteure mit Kreuzbandriss aus. Der junge Niederländer Kay Smits füllt die Rolle von Drechsler gut aus. Er wirft reichlich Treffer, darunter auch Siebenmeter. Ausgesprochen torgefährlich ist auch Juniorennationalspieler Lucas Mertens. Der Linksaußen, der in der nächsten Saison zum Erstligisten Magdeburg wechselt, ist schnell und hat viel Zug zum Tor. Einer der stärksten Akteure ist Tobias Schwolow, der für Schlagwürfe und Zweikämpfe bekannt ist.

Im Angriff verfügt Wilhelmshaven über ein ähnlich breites Konzept wie die HSG. Die 6:0-Abwehr ist etwas offensiver ausgerichtet.


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