Meppen gegen Nordhorn-Lingen Spektakel in der Emslandarena mit Spaßfaktor


Lingen. Das Benefizspiel des SV Meppen zugunsten der HSG Nordhorn-Lingen wurde zu einem gelungenen Spektakel. 1022 Zuschauer sahen in der Emslandarena den 17:9-Gesamtsieg des Zwei-Städte-Teams im Handball- und Fußballduell der beiden regionalen sportlichen Leichttürme.

„Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Das können wir gern wiederholen“, sagte Handballer Matthias Poll. Das meinte auch SVM-Kapitän Martin Wagner. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenten.“ „Eine super Veranstaltung“, stimmten HSG-Coach Heiner Bültmann und das Meppener Trainerduo Christian Neidhart und Mario Neumann überein. Der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Nord heimste für sein Engagement zugunsten des handballerischen Zwei-Städte-Teams viel Anerkennung ein. „Unser besonderer Dank gilt dem SV Meppen“, erklärte Bültmann dem Gast, der für die Versteigerung noch Trikots besorgt hatte. Das Motto der Veranstaltung trugen die Kicker auf dem eigenen Dress: Eine Region steht zusammen. Vielleicht, so der Wunsch von HSG-Spielmacher Alex Terwolbeck, besuchen die Fans sich mal gegenseitig. In der Emslandarena hatten die HSG-Anhänger bei der Stimmprobe vor dem Anpfiff die Hoheit.

SVM führt nach dem Fußballspiel 2:1

Beim Fußball lag die HSG nach 20 Minuten nur 1:2 zurück. Marcel Gebers brachte die Meppener, die vor dem Tor manchmal etwas verspielt agierten, in Führung. Doch der niederländische Handballnationalspieler Patrick Miedema, der von Kindesbeinen an auf der Straße auch Fußball spielte, glich aus. Der gesamte HSG-Kader stürmte auf das Spielfeld und feierte. Der Gastgeber, bei dem der wegen einer Schulterverletzung zuletzt fehlende dänische Kreisläufer Asbjörn Madsen zumindest mitkickte, formierte sich nach Ballverlusten schnell wieder in der Abwehr. Aber SVM-Torjäger Benjamin Girth schoss noch das 2:1. Gebers und Thilo Leugers trafen noch den Pfosten, doch in der Schlussphase hatte Nordhorn-Lingen drei Konterchancen. Zur Pause ernteten beide Teams viel Applaus.

Ball klebte an den Händen

Trotz der kurzen Beratung vom Zwei-Städte-Team klebten den SVM-Kickern die geharzten Handbälle manchmal förmlich an der Hand fest. Aber der Regionalligist, bei dem HSG-Keeper Dennis Bartels das Tor hütete, überraschte zwei Mal mit dem Kempa-Trick (Thilo Leugers auf Martin Wagner und Martin Wagner auf Benjamin Gommert). Zum Tor reichte es nicht, aber die Ausführung verdiente ein Sonderlob.

„Handball und Fußball, das passt als Kombination“

Bis in die Schlussphase blieben die Fußballer dran. Dann zog Nordhorn-Lingen davon. Meppens Jeroen Gies gelang ein Treffer mit einem überdimensionierten Ball, dann traf Terwolbeck, der auf den Schultern von Luca de Boer saß. Den Schlusspunkt setzte der SVM, der den Ball mit allen Spielern auf dem Parkett abschirmte und über die Torlinie beförderte. Danach ließen sich beide Mannschaften feiern. „Handball und Fußball, das passt als Kombination“, lachte Neidhart.

Sieg für U15 des JLZ

Zum Auftakt hatte die U15 des Jugendleistungszentrums Emsland (JLZ) beeindruckt. Beim Fußball führte sie nach genau einer Viertelstunde 13:1. Der Anschlusstreffer gelang der Gemeinschaftsmannschaft des HC Lingen und der HSG Nordhorn zum 1:12.

Schon nach 15 Sekunden leiteten die vereinten Handballer ihre Aufholjagd in der eigenen Sportart mit dem ersten Tor ein, doch die JLZ-Talente hielten gegen. Sie glichen beim Handballspiel zum 1:1 aus. Damit hieß es in der Gesamtwertung 2:14. Der Vorsprung schmolz, aber immer wieder setzte die Mannschaft von Trainer Mirco Born Nadelstiche durch Tore. HSG-Maskottchen „Tiga“ verwandelte zwar zum 7:15 für die Handballer, konnte aber auch einen Siebenmeter des JLZ nicht abwehren, und scheiterte selbst am Keeper des JLT. Am Ende behaupteten sich die Kicker vom Jugendleistungszentrum mit 18:10.


HSG Nordhorn-Lingen – SV Meppen 17:9 (1:2)

Tore: Fußball: 0:1 Marcel Gebers (8.), 1:1 Patrick Miedema (9.), 1:2 Benjamin Girth (11.) – Handball: 2:2 Pavel Mickal (22.), 3:2 Martin Wagner (23.), 3:3 Luca de Boer (23.), 4:3 de Boer (24.), 5:3 Lasse Seidel (26.), 6:3 Jürgen Rooba (27.), 6:4 Jeroen Gies (28.), 7:4 Seidel (28.), 7:5 Jannik Jesgarzewski (29.), 8:5 Miedema (29.), 9:5 Mickal (32.), 9:6 Gies (33.), 10:6 Johannes van Lengerich (33.), 10:7 Gies (34.), 11:7 Lars Bergkamp (35.), 12:7 Mickal (35.), 13:7 Seidel (36.), 13:8 Benjamin Gommert (37.), 14:8 van Lengerich (38.), 15:8 de Boer (39.), 16:8 van Lengerich (39.), 17:8 Alex Terwolbeck (40.), Mirco Born (40.).

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