Nordwestdeutsche Meisterschaft der U16 Volleyball: Raspo Lathen reist ohne Satzverlust zur DM

Von Kim Patrick von Harling

Stolze Gewinner: Die U16 von Raspo Lathen holte sich den ersten Platz bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften. Foto: Simone StolteStolze Gewinner: Die U16 von Raspo Lathen holte sich den ersten Platz bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften. Foto: Simone Stolte 

Lohne. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte der U-16-Volleyballerinnen von Raspo Lathen geht weiter: Die Mannschaft von Trainer Gerrit de Boer und Betreuer Bernd Stolte hat am vergangenen Wochenende ohne Satzverlust die Nordwestdeutschen Meisterschaften in Lohne gewonnen und reisen ungeschlagen zu den Deutschen Meisterschaften am 13. und 14. Mai in Lohhof (bei München).Die Spielgemeinschaft Lohne-Wietmarschen nimmt durch den zweiten Platz ebenfalls teil.

Von Beginn an dominierten die Emsländerinnen die Konkurrenz, jede Partie ging mit 2:0 an den Favoriten. Im Finale kam es zum Duell mit dem Gastgeber Union Lohne, dass in einer Spielgemeinschaft zusammen mit dem SV Wietmarschen an den Start ging. Hier drohte Raspo in Rückstand zu geraten. Mit 7:11, 13:18 und 16:19 lag Lathen kontinuierlich zurück. Doch mit der Unterstützung ihres Teams und einer Angabenserie beim Stand von 20:24 behielt Lisa Stolte die Nerven und drehte den Satz zum 26:24. Im zweiten Durchgang brach der Gastgeber ein, und Raspo Lathen setzte sich nach dem 25:8 die Krone auf.

„Es war eine Freude“

Auch zuvor hatte sich Lathen nervenstark gezeigt und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Deutlich setzte sich die Mannschaft von de Boer jeweils mit 2:0 gegen die VSG Altes Land (25:4, 25:15) und Bremen 1860 (25:7, 25:16) durch. „Egal welche Spielerinnen eingewechselt wurden, die Gegner hatten zu keiner Zeit dem tollen zwölfköpfigen Team etwas entgegenzusetzen“, jubelte Pressewartin Simone Stolte. „Es war eine Freude mit anzusehen, wieviel Spielfreude selbst „die Kleinen“ trotz anfänglicher Nervosität mit auf das Feld brachten. Alle meisterten ihre Aufgaben mit Bravour.“

Halbfinale gegen Mitfavoriten

In der Zwischenrunde verzeichnete Raspo 2:0-Siege gegen den SV Bad Laer (25:14, 25:16), die GfL Hannover (25:13, 25:19) und Tuspo Weende (25:17, 25:11). „Wie schon in den meisten Begegnungen zuvor konnte das Trainerduo alle Mädchen zum Einsatz bringen“, berichtete Stolte. Im Halbfinale kam es zum Duell mit dem als ebenfalls Favorit gehandelten VfL Lintorf.

Raspos Willensstärke

Die Lathenerinnen mussten zunächst einem Rückstand hinterherlaufen – 5:8. „Man spürte den Druck, aber auch den Willen der Spielerinnen, ins Finale einziehen zu wollen“, sagte Stolte. Der Wille war stärker, sodass sie mit 25:15 und 25:18 ins Endspiel einzogen. „Eine spürbare Zentnerlast fiel allen vom Herzen.“

Lohne im Halbfinale über die volle Distanz

Lohne-Wietmarschen hatte sich in der Vorrunde gegen die GfL Hannover (25:15, 22:25, 17:15) und den USC Braunschweig (25:7, 25:16) durchgesetzt. Die Zwischenrunde überstand der Gastgeber ohne Satzverlust gegen den VfL Lintorf (25:22, 25:12), Bremen 1860 (25:12, 25:14) und den ESC Geestemünde (25:8, 25:10). Denkbar knapp schaltete Lohne-Wietmarschen im Halbfinale den Mitfavoriten SV Bad Laer aus – 25:17, 28:30, 15:9.


Raspo Lathen: Anna Stolte, Lisa Stolte, Maxima Schröder, Leonie Klassen, Emelie Siegner, Ines Bergmann, Jette Schmees, Angelika Wilhelm, Maja Heggen, Liya Schwarz, Greta Schlichter, Johanna Abheiden.