Vergleich im EDZ Rhede Boxen: Aschendorfer Lammers gewinnt Einlagekampf


Rhede. Die Bewährungsprobe mit der ersten Box-Veranstaltung im EDZ Rhede nach dem Tod von Trainer Fred Kohout ist geglückt: Sportlich siegten die Boxer des norddeutschen Stützpunktes um den TV Papenburg mit 14:6 gegen den befreundeten BC Weißenburg.

„Das war richtig hochklassig“, fand TV-Trainer Hermann Nee und fügt hinzu: „Sowas sieht man nicht alle Tage.“ Fast alle Sportler hätten Bezirks- und Landesmeistertitel gewonnen. Getrübt wird das gute Resultat nur dadurch, dass keine emsländischen Punkte in die Wertung mit einflossen. Der Grund: Die Einteilung der Paarungen gleiche einem Puzzle, sagt Nee. Gewicht, Größe und Erfahrung müssten passen. Eigengewächse wie Anna-Lena Antons und Niklas Bröring fanden unter den bayrischen Gästen keine passenden Gegner. Jason Edamus und Maik Root hingegen mussten krankheitsbedingt passen.

Aschendorf gegen Rhede

Dennoch standen beim siebten der elf Kämpfe zwei Lokalmatadoren im Ring. Für den TV traten Yannis Lammers aus Aschendorf und der Rheder Maru Layed in einem Einlagekampf gegeneinander an. Auch wenn Lammers die drei Runden deutlich gewann, hätten sich beide gut geschlagen, findet Nee. Für Layed war es erst der zweite Kampf. „Dafür war die Deckung erstaunlich gut.“ Der Klassenunterschied machte aber auch deutlich, warum bei der Auswahl der Paarungen soviel Wert auf ähnliche passende Gegner gelegt wird. In dem Fall sollten beide aber Gelegenheit bekommen, vor heimischen Publikum in dem zur Arena umgebauten Ems-Dollart-Zentrum zu kämpften. „Vor so einem Publikum zu Boxen bringt einen weiter.“

Werbung fürs Boxen

Auch TV-Vorsitzender Bernd Brand fand Gefallen an der Veranstaltung. „In der Turnhalle kommen wenn überhaupt nur 50 Leute“, bilanziert er. In das EDZ wären gleich mehrere hundert gekommen. Das wäre eine tolle Werbung für das Boxen. Schade sei, dass es nicht zu mehr Kämpfen mit emsländischer Beteiligung gekommen ist. Für die Norddeutschen stiegen ausschließlich Sportler aus Norden und Oldenburg in den Ring. Auch für die Lingener Akteure seien keine passenden Gegner gefunden.

Besonders beeindruckt hat Nee der bayrische Kämpfer Sharafa Raman, der 2015 den international renommierten Chemiepokal in Halle gewonnen hat. „Der hat schon Weltklasse“, so Nee. Daher gewann der 33-Jährige gegen seinen Kontrahenten Zuher Almaskye aus Oldenburg und holte somit einen der drei Gästesiege. „Die haben auch bei der deutschen Meisterschaft gegeneinander gekämpft, die sind fast ebenbürtig.“ Für Nee und Brand ist klar, dass der Boxsport mit solchen Veranstaltungen in Papenburg Zukunft hat.


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