Nahaufnahme Volleyballerin Maren Rekers ist Spelles Senkrechtstarterin

Maren Rekers ist mit gerade einmal 18 Jahren in der 3. Liga aktiv. Foto: Lars SchröerMaren Rekers ist mit gerade einmal 18 Jahren in der 3. Liga aktiv. Foto: Lars Schröer

Spelle. Der Weg von der Volleyball-Bezirksklasse in die 3. Liga ist ein gewaltiger. Maren Rekers kürzte ab. Die 18-Jährige wurde erst in der vergangenen Saison in den Regionalliga-Kader des SC Spelle-Venhaus berufen. Nun spielt sie in der dritthöchsten Klasse Deutschlands.

Ein steiler Aufstieg. Dessen ist sich Rekers selbst bewusst. Als Sarah Arning, ihres Zeichens Kapitänin der ersten Speller Mannschaft, auf sie zukam, musste Rekers erst einmal schlucken. „Erstmal hab ich gezögert und mit meinen Eltern und Freunden gesprochen“, erinnert sich Rekers. „So eine Chance bekommt man vielleicht nur einmal im Leben, deshalb habe ich zugesagt.“

Ein Unterschied von fünf Ligen

Es war ein Sprung von fünf Ligen. Das Training in der Regionalliga, in der Spelle noch in der Vorsaison angriff, war anspruchsvoller. Zusätzliches Laufen und Einheiten im Fitnessstudio standen auf dem Programm. „Das Laufen war nicht so meins“, sagt die gebürtige Spellerin mit einem Lachen. „Aber ins Fitnessstudio gehe ich gerne.“ Die anspruchsvollen Trainingseinheiten lohnten sich. Schnell überzeugte sie in der ersten Mannschaft und durfte den Aufstieg in die 3. Liga mitfeiern.

Schwimmen oder Volleyball?

Innerhalb von acht Jahren avancierte Rekers zu einer starken Mittelblockspielerin. Im Alter von zehn Jahren ging sie zusammen mit einer Freundin ohne jegliche Erwartungen zum Volleyball-Training des SC Spelle. „Mir hat das mega gut gefallen, deshalb bin ich dabei geblieben“, berichtet Rekers. Zeitgleich begeisterte sie sich für das Schwimmen. Bis zum vergangenen Jahr konnte die Schülerin ihre beiden Hobbys noch aufrechterhalten, aufgrund des intensiveren Trainings und des entsprechenden Zeitaufwandes musste sie sich für eine der beiden Sportarten entscheiden. Dass die Entscheidung zugunsten des Volleyballs ausfiel, war keine Selbstverständlichkeit. „Jahre davor hatte ich schon schlechtere Zeiten im Volleyball, in denen ich oft nur auf der Bank saß“, erklärt Rekers. „Als dann meine erfolgreiche Zeit in der ersten Mannschaft kam, habe ich mich gegen das Schwimmen entschieden.“

Aus Maren wird „Mojo“

Letztlich war der Teamgedanke das ausschlaggebende Argument für den Volleyball-Sport. Denn dieser sei laut Rekers beim SC Spelle außergewöhnlich. „Das ist längst nicht in jeder Mannschaft so“, schwärmt die 18-Jährige vom Zusammenhalt bei den Schwarz-Weißen. Neben neuen Teamkolleginnen bekam sie auch einen neuen Spitznamen – gezwungenermaßen. Denn mit Maren Kreuzeberg teilte sie nicht nur den Vornamen, sondern auch die Mittelblock-Position. Aus Maren Rekers wurde kurzerhand Mojo. „Mein Trainer Michael Spratte wollte etwas kurzes“, erklärt Rekers. Und mit Abkürzungen kennt sie sich schließlich aus.


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