Triumphe im CCI*** und CIC ** Lingenerin Julia Krajewski schlägt doppelt zu

Von Helmut Diers

Julia Krajewski – hier bei einem Start in Luhmühlen im vergangenen Jahr – überzeugte in Polen und holte sich gleich zwei Siege. Foto: Helmut DiersJulia Krajewski – hier bei einem Start in Luhmühlen im vergangenen Jahr – überzeugte in Polen und holte sich gleich zwei Siege. Foto: Helmut Diers

Strzegom. Zwei Starts, zwei Siege! Julia Krajewski vom RFV Lingen war bei zwei Starts am Wochenende im polnischen Vielseitigkeits-Mekka Strzegom in Polen zu 100 Prozent erfolgreich.

Im Sattel ihres achtjährigen Hannoveraner Wallachs Chipmunk FRH gewann Krajewski nicht nur die CCI***-Hauptprüfung, sondern im Sattel ihres Olympiapferdes Samourai du Thot auch noch das CIC**. „Der Sieg mit Chipmunk FRH war das Saisonhighlight“, schwärmte die Diplom Trainerin Reiten noch Stunden nach dem Start-Ziel-Sieg bei „besten Bedingungen„ in Strzegom, dem Standort der Vielseitigkeitseuropameisterschaft 2017.

Chipmunk überzeugt auf ganzer Linie

„Der Start in Polen hat sich zum Saisonausklang einfach angeboten“, betonte die Buschamazone. „Chipmunk war einfach gut drauf in der für ihn ersten Dreisterneprüfung in langer Form.“ Chipmunk hat die Prüfung, gleichzeitig Qualifikation für höhere Aufgaben, „abgeklärt und abgebrüht erledigt, als wenn er jeden Tag nichts Anderes machen würde“, zeigte sich Krajewski beeindruckt.

Neue Möglichkeiten für Krajewski

„Im Ziel war der noch putzmunter“, musste Krajewski gestehen, „noch nie so eine Leistung von einem jungen Pferd erlebt“ zu haben. Beiden scheint die Zukunft zu gehören. Die Hauptprüfung beendete Krajewski mit fast ihrem Dressurergebnis. „Es kamen nur im Gelände wenige Zeitstrafpunkte dazu“, erklärte die Lingenerin. „Das ist ein toller Saisonabschluss für beide. Mit Chipmunk FRH hat Julia Krajewski nun ein zweites Pferd für größere internationale Aufgaben im Stall“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

„Rio zur Akte gelegt“

Dreimal war Julia Krajewski schon in Strzegom, aber noch nie so erfolgreich wie jetzt. Auch in der internationalen Zweisterne-Kurzprüfung sprang für Krajewski mit ihrem Olympiapferd Samourai du Thot ein Start-Ziel-Sieg heraus. Mit dem Dressurergebnis von 43,1 beendeten Krajewski und der zehnjährige Samourai du Thot die Prüfung auf Platz eins. „Jetzt kann ich nach dem Missgeschick im Gelände in Rio mit gutem Gewissen und Gefühl für 2017 die Saison abschließen. Ich bin froh, dass ich nach Polen gefahren bin. Rio ist damit für mich für alle Tage zur Akte gelegt“. „Sam“, wie er gern im Stall Krajewski gerufen wird, hatte sich in den letzten Wochen von der besten Seite im Training gezeigt. „Er ging nur vorwärts. Einfach toll, wie er das Gelände in Polen unter die Hufe nahm“, lobte sie den Chef im eigenen Reitstall.