Nahaufnahme Aschendorferin Ahlers wechselt vom Trampolin an die Gewichte

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Pia Ahlers vom TV Papenburg fühlt sich im Kraftraum mehr als wohl. Foto: Dieter KremerPia Ahlers vom TV Papenburg fühlt sich im Kraftraum mehr als wohl. Foto: Dieter Kremer

Papenburg. Trampolin und Kraftdreikampf – zwei Sportarten, die auf dem ersten Blick rein gar nichts miteinander zu tun haben. Doch die Aschendorferin Pia Ahlers macht sich ihre Trampolin-Vergangenheit für den Kraftdreikampf zu Nutzen.

Erst im September des vergangenen Jahres entdeckte die heute 17-Jährige ihre Leidenschaft für das Kreuzheben, Bankdrücken und die Kniebeugen. „Vorher war ich beim Trampolin-Turnen“, erklärt Ahlers. „Das kommt mir jetzt als Kraftdreikämpferin gelegen, denn als solche muss man auch beweglich sein.“ Vom Turnen an die Gewichte – wie kam es zu diesen Wechsel? Nachdem sich ihre Trampolingruppe beim TuS Aschendorf aufgelöst hatte, meldete sie sich im Fitnessstudio an.

Per Zufall zum Kraftdreikampf

Dort entdeckte Ahlers sofort den Spaß an der Welt der Hanteln und Gewichtsscheiben. „Mir gefällt die Herausforderung mit sich selber und dem eigenen Körper, immer mehr Gewichte draufzulegen“, sagt Ahlers. Dass sie überhaupt zum Kraftdreikampf kam, war einem Zufall geschuldet. Im Kraftraum fragte sie Ralf Hüstermann, der beim TV Papenburg aktiv ist, nach ihrer Kreuzhebetechnik, „er sollte einfach mal drüber schauen“, erinnert sich die Aschendorferin. „Dann wurde ich auch schnell angesprochen, ob ich nicht mal beim TV vorbeikommen wollte. Da bin ich einfach beim Sport steckengeblieben.“

„Familiäres Gefühl“

Als Mädchen sei man im Kraftraum alleine, beim Kraftdreikampf sowieso. Schnell sammelte Ahlers Selbstbewusstsein. Die Männer, die damals zeitnah trainierten, feuerten die Gymnasiastin an. „Das war ein sehr angenehmes, fast schon familiäres Gefühl. Das war einfach aufbauend“, gefiel es ihr von der ersten Sekunde an in der neuen Umgebung. Auch die Werte und Ergebnisse stimmten bei Ahlers von Beginn an.

Mehr als nur ein Hobby

Mittlerweile ist der Kraftdreikampf kein Hobby, sondern viel mehr eine Leidenschaft der Athletin. „Ich gehe ja nicht nur einmal in der Woche trainieren. Da steckt schon mehr dahinter, vor allem die Mentalität. Da geht man nicht einfach mal so ans Gerät, man muss sich schon im Kopf darauf vorbereiten“, betont Ahlers. „Der Sport ist schon fest im Alltag integriert.“ Bei den Zielen bleibt sie bescheiden, „mal schauen, was mir mein Trainer Thomas Leffers so zutraut“, aber allgemein hätte sie schon Interesse an einer Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

Kaum angefangen, schon Niedersachsenmeister

Ihr Wettkampf-Debüt gab Ahlers erst am vergangenen Samstag. Bei den Offenen Landesmeisterschaften im Bankdrücken in der heimischen Turnhalle Kleiststraße feierte Ahlers mit 42,5 Kilogramm den Niedersachsentitel. Dabei ist das Bankdrücken nicht ihre Paradedisziplin. „Bei der Kniebeuge erreiche ich den höchsten Maximalwert. Im Moment mache ich 72,5 Kilogramm.“


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