Kroner und Huckenbeck setzen Zeichen Emsländische Speedwayfahrer in Team-Weltcup-Endrunde

Von Helmut Diers

Im polnische Ostrow wie schon in Torun und Landshut verkaufte sich das City-Team mit Tobias Busch, Tobias Kroner und Kai Huckenbeck (v.l.) im Best Pairs-Cup teuer.

            
Foto: Daniel SieversIm polnische Ostrow wie schon in Torun und Landshut verkaufte sich das City-Team mit Tobias Busch, Tobias Kroner und Kai Huckenbeck (v.l.) im Best Pairs-Cup teuer. Foto: Daniel Sievers

Dohren/Werlte. Die beiden emsländischen Speedwayfahrer Tobias Kroner und Kai Huckenbeck haben in den vergangenen Wochen mehrfach gemeinsam der Weltspitze im Bahnmotorradsport Nadelstiche versetzt. Sowohl im Best Pairs Cup (Paar-WM) als auch in der Qualifikation zum Team-Weltcup trumpften sie mit Martin Smolinski (Olching), Kevin Wölbert (Ludwigslust) und Tobias Busch (Lassentin) mächtig auf.

Mit der deutschen Speedway-Nationalmannschaft zeigten sich Kroner und Huckenbeck im Kampf um den Einzug in das Finale des Speedway World Cup (SWC) von ihrer besten Seite. Mit vier Laufsiegen war Kroner im italienischen Terenzano am Ende der beste deutsche Stahlschuhartist.

Für Endrunde des World Cups qualifiziert

In der Tat präsentierte sich das Team Huckenbeck, Kroner, Smolinski und Wölbert als stark agierende Einheit, die mit 46 Punkten den Vertretungen aus Lettland (31), Italien (29) und Slowenien (20) nicht den Hauch einer Chance ließen. Damit ist das deutsche Team für die Endrunde des Speedway Team World Cups am 26. Juli im schwedischen Västervik qualifiziert.

Ziel: Amerikaner besiegen

„Wir müssen dort gegen Schweden, Australien und die USA antreten. Unser Ziel kann nur sein, die Amerikaner zu schlagen und damit ins „Race Off“ im neuen britischen Speedway-Nationalstadion in Manchester am 29. Juli einzuziehen“, bleibt Kroner Realist. „Das wird noch hammerhart“. Sollten die USA auf Platz vier verwiesen werden, zählt Deutschland zu den besten sechs Speedway-Nationen der Welt und ist damit direkt für die Endrunde der Team-WM 2017 gesetzt. „Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung müssten wir das erreichen können“, ist Kroner optimistisch.

Ähnlich wie Formel 1

Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen nach dem starken Auftritt in Italien mussten Kroner und Huckenbeck gemeinsam mit Tobias Busch einen Tag später schon im polnischen Ostrow im „Speedway Best Pairs“ vor rund 9000 Zuschauern antreten. Die „Best Pairs Serie“ ist neben dem „Team World Cup“ der weltweit stärkste Teamwettbewerb. Es treten „gesponserte“ Teams ähnlich wie in der Formel 1 an.

20000 Zuschauer

Die Teams kaufen sich praktisch in den Wettbewerb ein und bestehen jeweils aus drei Fahrern. Kroner, Huckenbeck und Busch bilden das „City-Team“ mit Sitz in Werlte. „Wir sind als Außenseiter wie auch schon im polnischen Torun vor rund 20000 Zuschauern im April und Anfang Mai in Landshut an den Start gegangen. In allen drei Rennen haben wir erwartungsgemäß Rang sieben belegt“, erklärt Kroner, dass in diesem Wettbewerb nur die weltbesten Motorradfahrer unterwegs sind. „Unser Ziel, in den einzelnen Läufen die Elite hier und da zu ärgern, ist uns aber gelungen. Die Rennen waren eine tolle Erfahrung. Kai war in dem Wettbewerb unser punktbester Fahrer.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN