Nahaufnahme Volleyballspielerin Lina Alsmeier auf der Überholspur

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Das Talent Lina Alsmeier macht durchweg auf sich aufmerksam. Foto: Alfred BültelDas Talent Lina Alsmeier macht durchweg auf sich aufmerksam. Foto: Alfred Bültel

Emsbüren. Spielberechtigungen für zwei hochklassige Mannschaften, fester Bestandteil des Niedersachsenkaders und U-17-Nationalspielerin – Lina Alsmeier aus Emsbüren befindet sich, seitdem sie Volleyball spielt, auf der Überholspur. Und das mit gerade einmal 15 Jahren.

Beiläufig, ja fast schon schüchtern, erzählt die Realschülerin von ihren bisherigen Erfolgen – und die können sich sehen lassen. Sie spielt bereits für die 1. Damenmannschaften des SC Union Emlichheim (2. Bundesliga) und des frischen Aufsteiger FC Leschede (Regionalliga). Letzterer Verein ist ihre sportliche Heimat, denn hier hat sie vor neun Jahren Volleyballspielen gelernt. „Wir haben mit Fangen und Werfen angefangen“, erinnert sich Alsmeier an die ersten Trainingseinheiten. „In der ersten Klasse habe ich mit ein paar Freundinnen ein Probetraining gemacht. Dann hat alles seinen Lauf genommen.“

Künftig nicht mehr für Leschede

Tatsächlich hat sie seit neun Jahren einen Lauf. Vom ersten Moment an war Alsmeier begeistert vom Baggern, Pritschen und vor allem dem Teamgeist. „Der FC Leschede bedeutet mir wirklich viel, die Mannschaft ist wie eine kleine Familie für mich“, sagt die Mittelblockerin mit etwas Wehmut in der Stimme. Denn im Sommer dieses Jahres wird sie ihren Heimatverein verlassen müssen. Nach ihrem qualifizierten Realschulabschluss, plant sie auf dem Sportinternat in Münster (Bundesstützpunkt) ihr Abitur zu machen – und selbstverständlich Volleyball zu spielen. Dort hat sie die Möglichkeit, Schule und Leidenschaft zu verbinden. „Ich hatte einige Angebote, aber schnell war klar, dass ich nach Münster gehen möchte“, erklärt Alsmeier. „Wenn ich meine Trainer Dieter Jansen und Marita Löcken sowie meine Eltern nicht gehabt hätte, wäre ich niemals so weit gekommen.“

Zweite beim Bundespokal

Unter anderem hätten auch die Stützpunkte aus Berlin und Schwerin beim Talent angefragt. Keineswegs verwunderlich, denn Alsmeier macht immer wieder auf sich aufmerksam. Jüngster Erfolg: Mit dem Nordwestdeutschen Volleyballverband wurde sie beim U-17-Bundespokal Zweite. Erst im dritten Satz musste sich ihre Mannschaft im Tie-Break mit 17:19 geschlagen geben.

Drei Wochen in Portugal

Auf die Frage, ob sie bei dieser Belastung jemals ans Aufhören gedacht hätte, lacht die Emsbürenerin: „Nein, in keinem Moment.“ Dass sie in letzter Zeit etwas kürzer treten musste, sei jedoch notwendig gewesen – Schulprüfungen standen an. So sagte sie vor Kurzem die vergangenen zwei Lehrgänge der Nationalmannschaft ab. „Aber im Juli bin ich mit dem Bundeskader drei Wochen auf Lehrgängen und voraussichtlich auf einem internationalen Jugendturnier in Portugal“, ergänzt Alsmeier.

Dass bei Lehrgängen, Turnieren, vier Trainingseinheiten bei zwei Damen-Mannschaften und Spiele an Wochenenden keine Zeit für andere Sportarten bleibt, verwundert nicht. Ihre sportlichen Ziele formuliert sie bescheiden: „Zunächst möchte ich mich beim USC Münster II in der 2. Bundesliga durchsetzen.“ Beruflich stellt sie sich eine Zukunft als Sport-Physiotherapeutin vor. So bleibt sie selbst bei ihrem Job dem Volleyball, ihrer Leidenschaft treu.


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