50. Pfingstrennen in Rütenbrock Sascha Schulte gewinnt großen Tagesendlauf

Von Ann-Christin Fischer


Haren. Am Pfingstsonntag war in Rütenbrock Renntag: Zum 50. Mal veranstaltete der Motorsportclub (MSC) Rütenbrock sein traditionelles Autocross-Pfingstrennen.

Es ist eines der größten Rennen seiner Art – mit 185 Startern, 5000 Zuschauern und jeder Menge PS. Das Pfingstrennen gehört für viele Emsländer an Pfingsten einfach dazu. Auch an diesem Sonntag zog es Piloten und Besucher aus dem gesamten norddeutschen Raum zum Caspar-Gerd-Ring. Letztere hatten sich auf das schlechte Wetter gut vorbereitet: An der gesamten 700 Meter langen Strecke standen Pavillons, Zelte und Schirme, die vor den immer wieder einsetzenden Regenschauern schützten. Bereits am Samstag bauten die Ersten ihre Lager auf, um am Sonntag einen perfekten Platz zu haben. Steffen Müller und Lukas Meyer waren mit ihrer gesamten Clique vor Ort, hatten zwei Pavillons aufgebaut, alles mit Seilen fixiert und die Campingstühle eingepackt. Als sie am Samstag um drei Uhr den Platz betraten, war es „fast zu spät. Die besten Plätze waren weg“, erzählte Lukas Meyer.

Kurz vor Start Motor kaputt

Während Meyers Clique aufbaute, schraubte Pilot Marcel Bleicker noch an seinem Auto herum. Bei der deutschen Meisterschaft im Fichtelgebirge hatte sein Motor versagt. Stress pur. „Am Montag kam ein neuer Motor aus Frankreich, den haben wir bis Samstag Nachmittag eingebaut, damit ich heute starten kann“, erzählte er gestresst. Eigentlich hätte er eine Vier-Liter-Maschine gebraucht, konnte in der kurzen Zeit nur eine 3,7-Liter-Maschine auftreiben. Bernd Schmitz und Reinhold (Nelly) Achter, beide Mechaniker im Team Bleicker, halfen dem Piloten beim Einbauen. Im Fahrerlager stand Team Bleicker direkt neben Team Fischer. Seine Freundin Vanessa Fischer startete in diesem Jahr zum ersten Mal bei den Männern. Zusammen mit Kollegin Daria Lange fuhr sie bei den Serientourenwagen bis 1600 Kubik und belegte den 6. Platz. „Letztes Jahr bin ich noch in der Ladyklasse mitgefahren, aber ich wollte neue Herausforderungen“, sagte sie dem NDR, der über die Frau, die „heiß auf Adrenalin“ ist, berichtete. Sie war wieder mit ihrer ganzen Familie angereist, für die 19-Jährige seien solche Rennen auch immer ein bisschen Familienausflug. „Es sind ja alle dabei, dann macht es am meisten Spaß“, stellte sie fest.

Pfingstrennen wird zum Familienfest

Genau wie bei Kimerly Brickmann aus Hamm. „Bei uns fahren alle Rennen“, erzählte sie und lachte. Mit zwei Jahren saß sie zum ersten Mal im Tourenwagen, auch ihr Bruder Maurice, Papa Helmut und auch Opa Helmut (75) lieben den Motor-Duft. Am Pfingstsonntag saß Cousin Marius Madester (RCC Hamm) hinterm Steuer und die Familie feuerte ihn mit rund 20 Personen, die mit vier Wohnwagen angereist waren, an. Er startete in der Jugendklasse, belegte nur den 12. Platz. Sportlich lief es für die Piloten des MSC Rütenbrock besser. Sascha Schulte gewann vor Markus Overberg und Gerd Robben, ebenfalls vom MSC, den großen Tagesendlauf. Stefan Tieben belegte in Klasse 2. den ersten Platz, in Klasse 7 waren Gerd Robben (Platz 3.) und Christoph Conen (Platz 4.) vorne mit dabei. Europameister Bernd Stubbe fuhr den Sieg in Klasse 9. ein. In Klasse 10 gingen die ersten 5 Plätze an den MSC.

Spendenübergabe

In diesem Jahr hatte der Verein noch eine besondere Spende zu übergeben: Gegen Ende des Rennens überreichten die Verantwortlichen einen Scheck über 500 Euro an den gemeinnützigen Verein „Racing against cancer“. Den Scheck nahm der niederländische Botschafter Erik Nijkamp entgegen.


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