Nahaufnahme Bevor Reiterin Madita Kirchner lief, saß sie auf dem Pferd

Von Helmut Diers

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Rastdorf. „Ich saß schon auf dem Pferd, als ich noch gar nicht laufen konnte“, antwortet die 18-jährige Vielseitigkeitsreiterin Madita Kirchner auf die Frage, wann sie mit dem Reitsport angefangen hat. Beim Aufsatteln ihres Sportkameradens Radio auf der heimischen Stallgasse schiebt sie schnell nach: „Mit dem Turnierreiten bin ich aber so richtig erst mit zwölf Jahren angefangen“.

Madita Kirchner ist als ältestes von drei Kindern in eine sportbegeisterte Familie hineingeboren worden. Mutter Petra und Vater Ralf sind ehemalige Turnierreiter, reiten heute noch hobbymäßig. Tante Caroline Flüteotte war erfolgreiche Buschamazone in der Jugendzeit, Oma Flüteotte spielt Tennis. Bruder Nils ist erfolgreicher Bogenschütze und gehört dem Bundeskader an, Bruder Til jagt auf dem Fußballplatz dem runden Leder nach.

Mit Reiten haben die Geschwister aber nichts am Hut, dafür Madita umso mehr. „Ich reite hauptsächlich Vielseitigkeit bis zur Klasse L, aber hier und da auch Spring- und Dressurprüfungen bis zur Klasse L.

Durch Zufall kam Madita Kirchner im Alter von 15 Jahren in Dörpen zum Vielseitigkeitssport. „Da bin ich in einem Stilgeländeritt der Klasse E gestartet. Und das lief ganz gut. Durfte dann gleich in Ströhen beim Niedersächsischen Ponywimpel in der Klasse A reiten und kam gleich mit dem Team Emsland/Cloppenburg/Vechta mit der Silbermedaille nach Hause.“

Anfang 2013 zog der Oldenburger Wallach Radio, heute neun Jahre alt, in den Stall Kramer in Rastdorf ein. „Der war fürs Gelände und Springen ausgebildet“. Mit Radio nahm die Schülerin des Hümmling-Gymnasiums Sögel gleich an der Goldenen Schärpe Weser-Ems teil und wurde Bronzemedaillengewinnerin. „Da hatte ich Blut geleckt“, kommt als Hauptdisziplin für Madita nichts anderes in Frage. Bei der Goldenen Schärpe auf Bundesebene verfehlte das Weser-Ems-Team mit Madita Kirchner nur ganz knapp das Podest. Im gleichen Jahr wurde sie Bezirksmeisterin bei den Junioren und gewann die legendäre „Versener Säule“. Den Erfolg wiederholte Madita 2014 in der Klasse L noch einmal. Nach mehreren bundesweiten Starts in diesem Jahr mit guten Platzierungen in L-Vielseitigkeiten ritt sie in Everswinkel erstmals eine internationale Prüfung (CIC*) beim Preis der Besten. Das lief schon ganz gut“, sagt sie im Nachhinein. Bei der DM der Junioren in Kreuth musste Madita im Gelände aufgeben. „Ich hatte Radio nicht mehr so unter Kontrolle“.

Für die kommende Saison 2016 hat Madita Kirchner ganz klare Ziele vor Augen. „Ich möchte auf internationalem Level Erfahrungen sammeln, möchte mein erstes M-Springen gewinnen und Ende der Saison mein erstes internationales CIC** reiten. Auf dem Programm stehen aber auch die DM und der Preis der Besten in der Vielseitigkeit.“


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