Lohle Kaufmännischer Leiter Zweitliga-Frauen des SV Meppen verbessern Strukturen

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Eine enge Zusammenarbeit planen Christof Lampe, Maria Reisinger und Markus Lohle (v.l.). Foto: MentrupEine enge Zusammenarbeit planen Christof Lampe, Maria Reisinger und Markus Lohle (v.l.). Foto: Mentrup

Meppen. „Wir sind jetzt richtig gut aufgestellt“, erklärt Maria Reisinger, die Sportliche Leiterin Frauenfußball beim SV Meppen. Die Abteilung hat sich neu organisiert. Als Kaufmännischer Leiter ist Markus Lohle zuständig.

Markus Lohle, von 2010 bis März 2015 Geschäftsführer beim SVM, freut sich auf die neue ehrenamtliche Aufgabe. Er soll den Etat der Abteilung verwalten, aber auch mitgestalten, sich darüber hinaus um das Marketing kümmern. Zudem ist er stark in den Bereich Organisation eingebunden, Er will Reisinger den Rücken frei halten, damit sie sich nur noch um die sportlichen Belange kümmern muss.

„Markus kennt sich aus und auch meine Arbeitsweise“, stellt Maria Reisinger fest. Der Aufgabenbereich wird noch weiter präzisiert. Denn mit Teammanager Christof Lampe, der seit 2010 engagiert ist, hat Reisinger einen weiteren direkten Ansprechpartner im organisatorischen Bereich. Der Haselünner, der wie Lohle über gute Kontakte zum DFB und zum Niedersächsischen Fußballverband verfügt, soll künftig regelmäßiger beim Training der Zweitliga-Fußballerinnen und der Bundesliga-B-Juniorinnen vor Ort sein.

Positiv bewertet auch Vorstandsmitglied Dieter Barlage die Entwicklung. Der Verein habe schon mit Oliver Kugland als Kaufmännischem Leiter beim Jugendleistungszentrum Emsland gute Erfahrungen gemacht. „Das ist produktiv“, weiß er. Zudem könne Lohle das Vermarktungspotenzial erhöhen.

„Wir müssen unsere Strukturen weiter verbessern“, weiß Reisinger. Deswegen will sie die Ausbildung der Trainer – und damit auch die der Spielerinnen – forcieren. So, wie der Verein auf seine jungen Talente setze, gebe er den Coaches die Chance zur Entwicklung. Bestes Beispiel ist Tommy Stroot. Der 26-Jährige war der Kotrainer von Reisinger, zeichnete für die Zweite sowie die B-Mädchen verantwortlich und übernahm 2013 die Zweitliga-Fußballerinnen.

In den monatlichen Trainergesprächen wird es nach Reisingers Einschätzung künftig mehr um inhaltliche als organisatorische Angelegenheiten gehen. Wichtiges Instrument ist die Jahresplanung: Für jede Spielerin ist ein Profil angelegt. Über den aktuellen Stand sprechen Verantwortliche und Sportlerin mindestens zweimal pro Saison ausführlich. Die Fußballerin schätzt sich selbst ein, die Trainer bewerten sie. Daraus wird ein technisch-taktischer Plan entwickelt, der auch individuelles Training berücksichtigt.

SVM-Ziel bleibt es, so viele eigene Talente wie möglich in die Erste zu bringen. Mehr als die Hälfte des aktuellen Zweitligakaders kommt aus dem eigenen Nachwuchs. Da nicht jedes Talent das Ziel erreiche, profitierten auch andere regionale Klubs davon.

Die Ausbildung beginnt bei den C-Juniorinnen. Talente melden sich beim Verein, der aber auch selbst sichtet. Das Einzugsgebiet reicht bis in die Grafschaft Bentheim und das Osnabrücker Land. Die Mannschaft trainiert zweimal gemeinsam, ansonsten kommen die Spielerinnen in Jungenteams und beim NFV oder DFB zum Einsatz.

Über die B-Juniorinnen werden die Talente an die Erste herangeführt. Dort werden sie frühzeitig ins Training eingebunden. Vorteil für Reisinger: „Sie kennen unsere Philosophie und unser System. Der Trainer muss nicht jedes Jahr von vorn anfangen.“ Das Oberligateam sei eine reine Ausbildungsmannschaft.


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