„Es ist irgendwie unfassbar“ LRG-Ruderer Jan Hennecke holt Gold bei der U-19-WM

Von Mirko Nordmann

Auf dem Weg zum WM-Gold: Der DRV-Vierer mit Steuermann mit (v.l.) Steuermann Hans William Espig (verdeckt), Michael Zoerb, Jan Ole Munchow, dem Lingener Jan Hennecke und Schlagmann Marcus Elster dominierte in Rio de Janeiro den Vorlauf und das A-Finale. Foto: Detlev SeybAuf dem Weg zum WM-Gold: Der DRV-Vierer mit Steuermann mit (v.l.) Steuermann Hans William Espig (verdeckt), Michael Zoerb, Jan Ole Munchow, dem Lingener Jan Hennecke und Schlagmann Marcus Elster dominierte in Rio de Janeiro den Vorlauf und das A-Finale. Foto: Detlev Seyb

Lingen. Ein Lingener jubelt an der Copacabana! Bei den U-19-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro (Brasilien) hat Jan Hennecke von der Lingener Rudergesellschaft (LRG) im deutschen Vierer mit Steuermann die Goldmedaille gewonnen.

Auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas, auf dem im kommenden Jahr die Olympischen Ruderwettkämpfe stattfinden, holte Hennecke gemeinsam mit seinen Bootskollegen Michel Zoerb (Gießen), Jan Ole Muchow (Lübeck), Marcus Elster (Oldenburg) und Steuermann Hans William Espig (Hamburg) eine von fünf Goldmedaillen für den Deutschen Ruderverband (DRV), der insgesamt elf WM-Medaillen sammelte (4 Silber, 2 Bronze).

Ursprünglich war der Endlauf für den Sonntag, den eigentlichen Abschlusstag terminiert gewesen, doch aufgrund angekündigter starker Winde wurde das Finale einen Tag vorgezogen. So durften Hennecke und seine Mitstreiter schon 24 Stunden früher die Goldmedaille in Empfang nehmen.

Der DRV-Vierer, der sich mit der schnellsten Vorlaufzeit am Donnerstag in die Favoritenrolle gefahren hatte, dominierte auch das Finale der schnellsten sechs Boote am Samstag von Beginn an. Die 500-Meter-Marke passierte der DRV-Vierer in Führung liegend nach 1:36,00 Minuten – mehr als eine Sekunde dahinter folgte die Türkei. Während das deutsche Quartett auf den zweiten 500 Metern eine weitere Sekunde Vorsprung auf die Verfolger herausfuhr, lieferten sich dahinter die Türkei und Italien einen erbitterten Kampf um den zweiten Platz.

Heimtrainer zittert am Internet mit

Nach 1500 Metern hatten die Italiener das türkische Boot überholt, doch den DRV-Vierer konnten sie nicht mehr einholen. „Auf den letzten 500 Metern lassen die sich das Gold nicht mehr nehmen“, war sich Henneckes Heimtrainer Werner Irmer, der aufgeregt das Rennen im Internet verfolgte, sicher. Im Ziel hatte das deutsche Boot mit einer Zeit von 6:41,51 Minuten einen Vorsprung von 2,45 Sekunden auf Italien. Der dritte Platz ging an die Türkei. „Es war cool das Rennen von vorne anzusehen und auch mit jedem Schlag sich weiter von den anderen Mannschaften zu entfernen“, wird Jan Henecke auf der Internetseite des DRV zitiert, „es ist irgendwie unfassbar, dass wir das Rennen so gewinnen konnten.“