DHB-Pokal in der Emslandarena Bitter-Comeback vor dem Viererturnier in Lingen

Von Uli Mentrup

Sein Comeback hat Torwart Johannes Bitter am Wochenende für HSV Hamburg gegeben. Der Erstligist ist Favorit beim Viererturnier der ersten DHB-Pokalrunde in Lingen. Foto: dpaSein Comeback hat Torwart Johannes Bitter am Wochenende für HSV Hamburg gegeben. Der Erstligist ist Favorit beim Viererturnier der ersten DHB-Pokalrunde in Lingen. Foto: dpa

Lingen. Am Samstag wird es ernst für die HSG Nordhorn-Lingen. Der Handball-Zweitligist richtet das Turnier der ersten Runde im DHB-Pokal aus. Dabei trifft der Gastgeber am Samstag um 16.30 Uhr in der Emslandarena auf HSV Hannover. Im zweiten Halbfinale ist Erstligist HSV Hamburg Favorit ab 19 Uhr gegen Zweitligaaufsteiger TuS Ferndorf. Alle vier Klubs haben sich in Wettkämpfen auf das Turnier vorbereitet.

Das Ziel der HSG ist klar: Sie will mindestens das Endspiel am Sonntag ab 17 Uhr in der Lingener Emslandarena erreichen. Von der Papierform her, müsste der HSV Hamburg sich für das Finale qualifizieren. Der Erstligist gewann 2006 und 2010 den DHB-Pokal und 2013 die Champions League. Am Wochenende lief es für die Mannschaft des neuen Trainers Michael Biegler noch nicht richtig rund. Beim international stark besetzten Heide-Cup in Schneverdingen verloren die Hanseaten gegen Kolding (Dänemark) 19:21, gegen den Liga-Rivalen Wetzlar 24:28 und gegen Sävehof (Schweden) 22:25. Die Abwehrarbeit passte, doch im Abschluss registrierte der Coach, der verschiedene Varianten testete und sich nicht in die Karten schauen ließ, noch Defizite. Rechtsaußen Hans Lindberg und Torwart Johannes Bitter kamen nach ihrer Verletzungspause wieder zu Einsatzzeiten. In Lingen soll auch der angeschlagene Rückraumspieler Pascal Hens wieder zur Verfügung stehen.

Den HSV-Gegner Ferndorf hat HSG-Trainer Heiner Bültmann beim Select-Cup gesehen. Der TuS wurde Fünfter, die HSG Zweiter. Bei der Saisoneröffnung am Sonntag gegen den belgischen Meister HC Tongeren behauptete sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht gleich mit 38:18. Das Team des Westmeisters wurde auf zahlreichen Positionen verändert: Sieben Spieler haben den Klub verlassen, neun sind neu gekommen.

Beim HSV Hannover, dem Gegner der Zwei-Städte-Teams, spielt mit Bastian Riedel ein früherer HSG-Akteur. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lux belegte am Wochenende beim MBS-Cup des Oranienburger HC den zweiten Platz. Dabei hatten die Landeshauptstädter am ersten Turniertag gepatzt, am zweiten unterlagen sie nur noch im Finale gegen Dessau Rosslauer HV mit 11:23.

Bültmann erkannte bei Nordhorn-Lingen beim Turnier um den Spielothek-Cup, bei dem es den vierten Platz belegte, einen Schritt nach vorn. Die Abwehr stand schon gut. Frank Schumann ist wieder ins Training eingestiegen. Der Einsatz von Patrick Miedema bleibt fraglich.

Tickets für die Pokalpartien in der Emslandarena in Lingen sind erhältlich in der HSG-Geschäftsstelle (Bahnhofstraße 20, Nordhorn, Telefon 05921/79600), online und bei den bekannten Vorverkaufsstellen. Für alle Zuschauer gibt es mit dem Kombiticket die Möglichkeit, beide Halbfinals am Samstag und das Endspiel am Sonntag zu sehen. Sitzplätze kosten 20 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Schüler bis 14 Jahre, Stehplätze 15 bzw. 10 Euro. Tageskarten (12/8–8/6 Euro) für die Spiele am Samstag und das Finale am Sonntag sind ebenfalls erhältlich.