Vorlauf-Aus mit Mixedstaffel Lagenstaffel bei WM ohne Marco di Carli

Von Klaus Hüsing

Etwas enttäuscht über die Nichtnominierung für die Lagenstaffel zum WM-Abschluss war der Sögel Marco di Carli. Foto: HüsingEtwas enttäuscht über die Nichtnominierung für die Lagenstaffel zum WM-Abschluss war der Sögel Marco di Carli. Foto: Hüsing

Sögel. Der vorletzte Tag der Schwimmweltmeisterschaften in Kazan/Russland war für Marco di Carli der Abschluss einer langen und recht erfolgreichen Saison. Mit einer soliden persönlichen Leistung, aber einem nicht ganz zufriedenstellenden 11. Platz in der nicht olympischen 4x100-Meter-Freistil-Mixed-Staffel meldete sich der 30-jährige Sögeler in den wohl verdienten Urlaub ab. In der Lagenstaffel wurde er nicht eingesetzt.

Nach gelungener Olympiaqualifikation vor einer Woche mit der Freistilstaffel sollte seine vierte und wohl letzte WM im russischen Kazan erfolgreicher enden. Schließlich hatte ein entfesselt schwimmender Christoph Fildebrandt und dann di Carli das gemischte Quartett recht weit nach vorn nur hinter den USA, Russland und Italien auf Rang vier gebracht. „Nach einer Woche Warten und Absitzen waren die 48,93 Sekunden noch ganz brauchbar“, freute sich der Sögeler in Diensten der SG Frankfurt auch mit seinem Staffel- und Zimmerkameraden Christoph Fildebrandt über dessen DSV-Jahresbestzeit und Kadernorm (49,03 Sek.) – also zwei Zehntel besser als Paul Biedermann (Halle) in diesem Jahr.

Der weibliche, zweite Teil des Rennens lief dann allerdings nicht ganz optimal. Das Quartett wurde zu weit nach hinten durchgereicht und verpasste das Finale um 1,72 Sekunden. Alexandra Wenk (München) hatte mit 55,03 Sekunden noch eine recht annehmbare Zeit. Neuling Marlene Hüther gab zwar ihr Bestes (55,95) lag aber fast zwei Sekunden hinter den gegnerischen Schlussschwimmerinnen. Die stärkste Freistilschwimmerin Annika Bruhn (Saarbrücken), die rund anderthalb Sekunden schneller ist, wurde von Chefbundestrainer Henning Lambertz (Essen) wohl für die olympische Lagenstaffel am Sonntag geschont.

Die wurde ohne di Carli geschwommen. „Ich bin schon ein wenig traurig, dass ich keine Chance auf die Lagenstaffel bekommen habe. In der neuen Saison, der olympischen, werden die Karten neu gemischt. Da werde ich auf angemessene Art und Weise den Schlussakkord meiner Kariere einläuten“, sieht der Sportbotschafter des Emslandes hoch motiviert seinem Karierende wohl in Rio de Janeiro entgegen.

In der Lagenstaffel über 4 x 100 Meter wurde nach Entscheidung des Chef-Bundestrainer Henning Lambertz (Essen) schließlich Fildebrandt eingesetzt, der in bestechender Form das Team immerhin auf Rang 7 ins Ziel brachte.