DRV-Vierer Vorlaufschneller Lingener Ruderer Jan Hennecke bei WM auf Gold-Kurs

Von Mirko Nordmann

Gut vorbereitet zur WM in Brasilien: Jan Hennecke von der Lingener Rudergesellschaft (l.) und sein Zweierpartner Marcus Elster aus Oldenburg. Foto: LRGGut vorbereitet zur WM in Brasilien: Jan Hennecke von der Lingener Rudergesellschaft (l.) und sein Zweierpartner Marcus Elster aus Oldenburg. Foto: LRG

Lingen. Jan Hennecke von der Lingener Rudergesellschaft (LRG) hat bei den U-19-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro (Brasilien) mit dem Deutschen Vierer mit Steuermann souverän den Endlauf erreicht. Gemeinsam mit Marcus Elster (Oldenburger Ruderverein), Jan Ole Muchow (Lübecker Rudergesellschaft) und Michel Zörb (Gießener Rudergesellschaft) ruderte Hennecke in 6:28,570 Minuten die schnellste Vorlaufzeit.

Im ersten Vorlauf ließ das DRV-Boot schon nach 500 Metern die Konkurrenz aus Australien, Türkei und Neuseeland hinter sich (1:30,730 Minuten). Bei der Hälfte der 2000-Meter-Renndistanz betrug der Vorsprung von Hennecke und Co. auf Australien fast drei Sekunden. Im Ziel waren es fast sieben. Im anderen Vorlauf zog Italien in 6:36,840 Minuten souverän ins Finale ein.

Wann der Finallauf aber allerdings genau über die Bühne geht, ist unklar. Weil der Wetterbericht für Rio de Janeiro und den Lagoa Rodrigo de Freitas für die kommenden Tage starken Wind mit bis zu zehn Metern pro Sekunde vorhergesagt hat, wurde der WM-Zeitplan kräftig durcheinander geworfen.

Intensiv hat sich Hennecke auf U-19-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro vorbereitet. Schon Anfang Juli hat sich das DRV-Team zu einem insgesamt 30-tägigen Trainingslager nach Berlin-Grünau zurückgezogen. An den ersten vier Tagen mussten die Sportler einige Leistungsüberprüfungen auf dem Ruderergometer und im Messboot absolvieren. Dann stand fest, dass Hennecke und sein Oldenburger Zweierpartner Marcus Elster im Vierer mit Steuermann das weitere Training und die WM in Rio fahren werden. „Auch wenn mir die Möglichkeit gegeben wurde, mich auch im Achter zu beweisen, stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass der Vierer mehr Spaß macht“, erklärte Hennecke nach einigen Trainingseinheiten im Vierer. Neben Hennecke/Elster wurde der Vierer mit Jan Ole Muchow und Michel Zörb verstärkt. Mental werden sie von Steuermann Hans Espig vom Hamburger Germania Ruderclub unterstützt.

Während der Vorbereitung wurden täglich bis zu 40 Kilometer auf der Spree gerudert. Zusammen mit Kraft- und Ausdauertraining brachte es das Viererquartett auf sieben Übungsstunden täglich. Am Ende des Trainingslagers formte der Disziplincoach Sven Carsten aus einer anfangs fremden Gruppe von Einzelkämpfern eine harmonische Vierergemeinschaft. „Unser Vierer harmonierte von Anfang sehr gut. Das Boot lief insgesamt gut. Dass wir dabei auch noch schnell waren, gab mir immer ein gutes Gefühl und Antrieb, so konnte ich mich gut auf Rio vorbereiten,“ betonte Elster.